Content Seeding Verteilen Sie Ihre inhalte über viele verschiedene Medienkanäle

Content Seeding oder Erfolgreich Bloggen ohne Blog

Content SeedingSind Blogs überhaupt noch uptodate oder längt out? Was zeichnet einen erfolgreichen Blogger aus? In der #Blogparade von Meike Leopold „Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog“ stellt Meike genau diese Fragen zur Diskussion. Erfolgreich bloggen, ohne Blog – geht das? Aber was bedeutet eigentlich „Bloggen“. Streng genommen sind Blogger nichts anderes als Redakteure 2.0, die redaktionelle Inhalte im Internet veröffentlichen. Und, genau wie ein Redakteur muss sich ein Blogger nicht zwangsläufig über ein bestimmtes Medium, respektive einen Blog definieren. Insgesamt sind die Grenzen zwischen Bloggern, Redakteuren, Fach- und Hobby Autoren und Journalisten doch sehr fließend, auch wenn die traditionelle Journalisten-Zunft das nicht gerne hört. Im Zentrum des erfolgreichen „Bloggens“ steht also nicht das Medium Blog, sondern der gebloggte Inhalt.

Doch komme ich zur ersten Frage: Sind Blogs überhaupt noch uptodate? Ich würde sagen, Blogs sind längst nicht out, aber Blogs sind auch nicht alles. So thematisiert auch Klaus Eck in seinem Beitrag „Corporate Blogs sind im Content Marketing nicht alles“. Ein Corporate Blog kann immer nur ein Instrument der Content Marketing Strategie sein, oder besser gesagt, ein Kanal. Ein Corporate Blog kann durchaus die Content Zentrale eines Unternehmens sein, doch das macht einen Corporate Blog noch lange nicht erfolgreich.

Laut des Technorati Digital Influence Reports sind 86% der wichtigen Influencer aktive Blogger. Doch Blogger sind schon längst nicht mehr nur auf ihren Blogs zu finden. 92% der Blogger sind vor allem auf Facebook und Co. unterwegs, um dort ihre Themen zu kommunizieren und sich mit anderen zu vernetzen. Damit halte ich es auch mit Kerstin Hoffmann und Johannes Lenz, dass es (Nur) Blogger eigentlich gar nicht mehr gibt. So hat sich auch das Thema Blogger Relations zum Influencer Marketing entwickelt.

Also, kurz und gut: Man braucht keinen eigenen Blog, um erfolgreich zu bloggen. Und erfolgreiche Blogger bloggen nicht nur auf Blogs. Video Blogger bloggen auf  YouTube, Foto Blogger auf Instagram. Aus diesen Bloggern sind auch YouTuber und Instagramer geworden. Wer trotzdem noch traditionell bloggen möchte, kann auch „fremdbloggen“, zum Beispiel als Gastblogger auf anderen Blogs, über Netzwerke und Redaktionsmedien wie Tumblr, Torial, Medium, Pulse, Experto oder Huffington Post. Beim erfolgreichen Bloggen geht es also nicht um den Blog, sondern um den Inhalt.

Erfolgreiches Bloggen braucht einzigartige Inhalte und ein weitreichendes Netzwerk von Kanälen Klick um zu Tweeten

Erst kommt der Inhalt, dann der Kanal

Für eine erfolgreiche Content Marketing Strategie, braucht man vor allem relevante Inhalte und Themen. Als Zweites braucht man passende Medienformate, über die man diese Themen und Inhalte kommuniziert: Texte, Bilder, Dokumente oder Videos. Und als Drittes folgen die Kanäle, über die sich diese Texte, Bilder, Dokumente und Videos am besten kommunizieren und verbreiten lassen.

3 Schritte zu einer Content Marketing Strategie

Content Distribution und Seeding – Inhalte richtig aussäen

Erfolgreiches Bloggen zeichnet sich also primär über den aus, aber gute Inhalte führen nicht automatisch zum Erfolg. Vielmehr müssen Sie verbreitet werden. Und dafür muss jeder Blogger, egal, ob mit oder ohne eigenen Blog, die Blogosphäre verlassen. Der Erfolg einer Content Strategie steht und fällt mit der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, denn auch die besten Inhalte verbreiten sich nicht von alleine.

Content Seeding bedeutet übersetzt, das gezielte Aussähen von Inhalten im Internet. Prinzipiell ist Content Seeding keine neue Strategie. Sie knüpft vielmehr an altbekannte Public Relations Konzepte an, Inhalte über Medienmittler zu lancieren, um sie damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Prinzip des Content Seedings in der Digitalen Welt fußt zwar auf dem gleichen Konzept und folgt auch einer ähnlichen Strategie, funktioniert aber dennoch anders.

 

Distribution über Owned Media

Der Vorteil der Digitalen Medien ist, dass sich auf vielen Portalen und Plattformen Inhalte eigenhändig veröffentlichen lassen. Zu diesen sogenannten Owned Media zählen neben der eigenen Website und dem (Corporate) Blog, Presseportale, Experten-Netzwerke, Dokumentenportale und die ganze Welt der Social Media. Das sind alles Kanäle, die wir selbst und eigenhändig mit Inhalten füllen können. Dort lassen sich also unsere Inhalte nach belieben veröffentlichen, ob in ganzen Beiträgen oder geteasert mit Link zur Website oder zum Blog.

Seeding über Earned Media

Die beste Form des Content Seedings ist es, sich als Experte zu einem Thema im Internet weitreichend zu präsentieren. Dafür bieten sich Gastbeträge auf Fachportalen an, die Teilnahme an Diskussionen auf Frageportalen, in Foren oder auf den Social Media. Ob diese Beiträge angekommen und veröffentlicht werden, ob die Leser mit diesen Beiträgen interagieren, die Beiträge kommentieren, liken oder teilen, hängt von den Inhalten ab, daher Earned Media (Veröffentlichungskanäle, die ich mir erst verdienen muss).

Mythos Duplicate Content

Im Zusammenhang mit Content Distribution und Content Seeding fällt auch immer wieder der Begriff Duplicate Content. Auch Klaus Eck greift dieses Thema in seinem Beitrag auf und warnt davor, gleiche Inhalte auf verschiedenen Portalen zu veröffentlichen. Diese These stammt jedoch aus einem missverstandenen SEO-Konzept. Google selbst hat in den letzten Jahren immer wieder versucht, diesen Mythos zu entmystifizieren. „Duplicate Content won’t hurt you, I wouldn’t stress all about that“ (Duplicate Content schadet Ihnen nicht, ich würde mir keine Gedanken darum machen), sagt Matt Cutts, Googles oberster Spam Wächter. „For the most part people care about the quality of the content. (Menschen interessiert doch in erster Linie die Qualität der Inhalte).“  Und genau das ist es, worum es Google geht: Das, was Menschen interessiert, wird auch von den Suchmaschinen als relevant beurteilt. Dabei spielt es keine Rolle, wo und wie oft ein Inhalt vorkommt. Allein die Presse- und Nachrichtenportale und die Social Media führen den Mythos Duplicate Content ad absurdum. Bei Nachrichten galt schon immer: je wichtiger eine Nachricht, desto weitreichender wird sie – auch gleichlautend – publiziert. Bei den Social Media gilt: je relevanter ein Post, desto häufiger wird er geteilt = dupliziert. Und das honoriert auch Google.

Nur das, was Menschen suchen, kann auch gefunden werden. Nur das, was Menschen suchen, wird auch weit oben in den Suchmaschinen angezeigt. Wenn Inhalte uninteressant und qualitativ minderwertig sind, dann hilft es auch nicht, diese Inhalte immer wieder umzuschreiben, um daraus „einmalige“ Texte („unique content“) zu generieren. Aber relevante, nützliche und unterhaltsame, also „einzigartige“ Inhalte dürfen auch mehrfach publiziert werden, umso höher ist die Chance, dass sie überhaupt gefunden werden. Insbesondere dann, wenn man keinen eigenen Blog hat, spielt die weitreichende Verbreitung über viele verschiedene Kanäle eine besonders große Rolle.

Seeding, Networking und Influencer Marketing

Erfolgreiches Seeding funktioniert nicht ohne eine entsprechende Vernetzung mit anderen Bloggern und einflussreichen Influencern. Wer die eigenen Inhalte zur Interaktion bringen möchte, sollte auch mit anderen Inhalten interagieren. Eine Vernetzung mit anderen Bloggern und Social Media Akteuren, die zu ähnlichen Themen bloggen und diskutieren, hilft dabei, mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Inhalte zu generieren. Auch Blogparaden helfen dabei, ein Netzwerk von Touchpoints für die eigenen Beiträge aufzubauen. Und auch hier gilt: Nur relevante Inhalte werden gelesen, geikt und geteilt.

Fazit: Erfolgreiches Bloggen braucht einzigartige Inhalte und ein weitreichendes Netzwerk von Kanälen

Für die Seeding Strategie gilt also: Wenn Inhalte wirklich interessant und spannend sind und einen „einzigartigen“ Mehrwert für die Leser haben, dann sollten sie auch weitreichend veröffentlicht und vernetzt werden. Im besten Fall werden sie zum Selbstläufer und verbreiten sich viral weiter.

Veröffentlichen im Internet

 

Mehr zum Thema Distribution und Seeding im kostenlosen Leitfaden „Veröffentlichen im Internet

 

 

 

 

Ist Content Marketing gescheitert

Ist Content Marketing gescheitert? Thomas Strerath, Jung von Matt und die Content Marketing Lüge

Ist Content Marketing gescheitertContent Marketing scheint nach wie vor ein Begriff voller Missverständnisse zu sein. Nicht anders erklärt sich, warum Thomas Strerath, CEO einer der renommierten Werbeagenturen nicht viel von Content Marketing hält. So kommentiert er in einem aktuellen Beitrag in der W&V, warum das Konzept Content Marketing nicht funktioniert. Genauso gut könnte man sagen, Social Media funktioniert nicht. Auch kann ich dieses Gerede um Buzzwords und Neue Schläuche nicht mehr hören. Wer aber Content Marketing tatsächlich für einen neuen oder gar für einen vorübergehenden Trend im Marketing hält, hat Content Marketing komplett falsch verstanden. 

Content Marketing ist keine neue Strategie, sondern eine Einstellung. Klick um zu Tweeten.

Content Marketing oder eine Geschichte voller Missverständnisse

Content Marketing ist weder eine PR- noch eine Werbestrategie, noch ist es neu. Content Marketing ist ein ganzheitliches Kommunikationskonzept, das auch nur in der Gesamtheit der Kommunikation über das Unternehmen glaubwürdig funktionieren kann. Und doch versteht jeder etwas anderes darunter. Viele PRler wissen immer noch nicht so richtig, wie sie sich zum Thema „Content Marketing“ positionieren sollen, vielleicht weil das Wort „Marketing“ dran steht? Die klassischen Werber verstehen unter Content Marketing oft „Native Advertising“ (früher auch als redaktionelle Werbung bekannt), lustige Video-Kampagnen oder contentoptimierte Facebook und Twitter Ads. Auch die SEO-Branche versucht sich gerade mit dem Trendbegriff Content Marketing neu zu positionieren, meist jedoch mit traditioneller Fokussierung auf die Website eines Unternehmens. Also, doch nur alles wie gehabt, nur mit einem anderen Label?

Das behauptet zumindest Thomas Strerath. Ich stimme zu, dass vieles, was früher unter dem Deckmantel von PR oder Werbung lief, heute einfach mit Content Marketing betitelt wird. So benannte sich erst im letzte Jahr das Forum Corporate Publishing in „Content Marketing Forum“ um und beanspruchte damit im gleichen Atemzug sogleich die Deutungshoheit für inhaltsgetriebene Kommunikation. Zugleich entbrannte damit ein Kompetenzstreit zwischen renommierten Vertretern aus PR und Marketing, der über Wochen durch die Fachgazetten tobte. Das jedoch macht Content Marketing aber weder erfolgreich noch obsolet.

Gleiches gilt aber auch für die Kampagnen, die Thomas Sterath hier auflistet. Viele dieser Fallbeispiele sind im Grunde nichts anderes als neuartige Werbekonzepte, die jetzt als Content Marketing Kampagnen verkauft werden. Ein Supergeil Video von Edeka ist kein Content Marketing!

Content Marketing ist keine Kampagne und auch kein neuer Trend, sondern eine logische Konsequenz aus der Emanzipation der Verbraucher und der Demokratisierung des Internets. Traditionelle Werbestrategien funktionieren nicht mehr. Nur relevante Inhalte werden gelesen, geklickt und geteilt. Klick um zu Tweeten Doch Relevanz erschöpft sich nicht in spaßigen, viralen Video-Kampagnen. Solche Kampagnen können nur einen kurzfristigen Sturm auslösen, führen aber nicht zwangsläufig zu einem langfristigen Erfolg.

Aber gescheiterte Kampagnen sind kein Beweis dafür, dass Content Marketing nicht funktioniert. Vielmehr sind sie ein Beweis dafür, das Content Marketing falsch verstanden und falsch umgesetzt wurde. Worum geht es beim Content Marketing überhaupt?

Content Marketing – ein Erfolgskonzept mit Tradition

Fakt ist, das Konzept des Content Marketings ist wirklich nicht neu, sondern eine traditionelle Erfolgsstrategie. Der Guide Michelin ist sicherlich sogar eines der ersten Referenzbeispiele für gelungenes Content Marketing, das aus dem Zeitalter lange vor der Online-Kommunikation stammt. Das Beispiel macht vor allem deutlich, worum es im Content Marketing überhaupt geht. Es zeigt die geschickte Verbindung von PR-, Marketing- und Vertriebszielen in einem einzigen Kommunikationsinstrument: Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit (PR), Markenaufbau und Vertrauen in die Marke (Marketing) und Erhöhung des Produktabsatzes (Vertrieb).

Ein Jahr nach der ersten Tour de France für Autos und rechtzeitig zur Pariser Weltausstellung von 1900 erschien der erste Michelin Führer. Inhalt waren Tipps für Ausflugs- und Reiseziele mit dem Auto. Dieses Büchlein wurde kostenlos an Autofahrer verteilt. Der Michelin Führer war ein großer Erfolg, denn es gab zu dieser Zeit noch keine Reiseführer und Straßenkarten, wie wir sie heute kennen. Der Michelin Führer bot also nützliche Inhalte, welche genau den Bedarf der Zielgruppe erfüllten. Aber auch das Unternehmensziel wurde erfüllt. Mit den nützlichen Reisetipps wollte man die Autofahrer zu mehr Bewegung auf den Rädern motivieren, welches zwangsläufig auch zu einer höheren Abnutzung der Räder führt und damit zu mehr Umsatz beim Verkauf der Michelin Reifen.

Die Kunst im Content Marketing ist es, die Kunden genau bei den Themen abzuholen, die für sie wirklich relevant, nützlich und drängend sind. Michelin hat das erkannt. Das Auto war damals noch ein Luxusgut. Es gab weder Straßenkarten, noch eine ausgebaute Infrastruktur. Es fehlten auch Informationen über lohnenswerte Ausflugs- oder Reiseziele. Michelin nutze genau diesen „Mangel“ und entwickelte mit dem Michelin Führer einen relevanten, nützlichen und unterhaltsamen Content für die Zielgruppe. Eine solche Strategie erfordert eine genaue Kenntnis der Problemstellungen und ein „Hineindenken“ in die Zielgruppe.

Perspektivenwechsel und Kundenzentrierung – das Erfolgsrezept des digitalen Content Marketing

Bei der digitalen Strategie gilt umso mehr: relevante Inhalte sind Informationen, die die Menschen im Internet auch tatsächlich suchen. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Nur das, was relevant ist, wird geklickt, gelikt und geteilt. Nur Unternehmen, die es schaffen, sich konsequent auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzustellen, werden zukünftig noch als relevant wahrgenommen.

Content Marketing Perspektivenwechsel

Doch wie entwickelt man relevante Inhalte? Nicht in PR- und Marketing-Meetings, nicht in der Entwicklung von viralen Kampagnen, sondern im direkten Austausch mit dem Kunden. Der direkte Draht zum Kunden ist bislang eine traditionelle Marketing- und Vertriebsaufgabe. Doch auch der Kundenservice und Support spielen eine wichtige Rolle, denn das direkte Kundenfeedback, Probleme und Beschwerden landen meist hier. Über die Social Media Kanäle, über Blogs und Foren beschweren, fragen und diskutieren Kunden.

Nur aus der konsequenten Kundenzentrierung der gesamten Unternehmenskommunikation lassen sich relevante Inhalte generieren und in erfolgreiche Content Marketing Konzepte umsetzen.

Mehr Informationen und Tipps zur Entwicklung einer Content Marketing Strategie im kostenlosen E-Book:

5 Schritte zu einer erfolgreichen Content Marketing Strategie

 

5 Schritte zu einer erfolgreichen Content Marketing Strategie

 

 

 

Kommunikationstrends 2016

Content Marketing und PR Trends 2016 – Welche Kommunikationstrends erwarten uns in diesem Jahr?

Kommunikationstrends 2016Was sind die Erwartungen und Prognosen für das Kommunikationsjahr 2016? Diese Frage stellt Nicolas Scheidweiler in seiner aktuellen #Blogparade #Kommunikationstrends 2016. Meine persönlichen Trends für die digitale Kommunikation 2016 sind #ContentMarketing, #ContentSeeding und #Automatisierung.

Content Marketing hält uns auch in diesem Jahr weiterhin fest im Griff. Eine Umfrage von Online-Marketing.de bestätigt Content Marketing als wichtigstes Marketing Thema für 2016, gefolgt von Influencer Marketing auf Platz 2.

Content Marketing wird erwachsen:

Von der Content Strategie bis zum Content Seeding

Content Marketing hat sich längst von einem Buzzword zu einer nachhaltigen Strategie für die Unternehmenskommunikation entwickelt. Doch während bei uns zu lande immer noch viele Unternehmen keine Content Marketing Strategie haben, warnte Joe Pulizzi vom amerikanischen Content Marketing Institut bereits 2014 vor dem Content Shock. So steht 2016 im Zeichen der Content Qualität und Content Optimierung, der Entwicklung von neuen Content Medien und Formate und schließlich der Content Distribution und dem Content Seeding der Inhalte über die verschiedenen Kanäle.

Eine erfolgreiche Content Marketing Strategie funktioniert nicht mehr ohne Automatisierung mit der Unterstützung von intelligenten Tools, denn in reiner Handarbeit ist das Management der Vielzahl von Kanälen kaum noch effizient zu bewältigen.

Aber, beginnen wir mit der Content Strategie. Die Content Strategie ist der Dreh- und Angelpunkt aller Marketing Aktivitäten.

1. Content Marketing wird zur Chefsache

Knapp die Hälfte der Unternehmen (48 %) verfügte 2015 bereits über eine Content Marketing Strategie, 46 % der Unternehmen sind noch in der Planung. Doch die Budgets für Content Marketing werden in den nächsten 5 Jahren um 82% steigen. Die größte Hürde bei der Entwicklung und Umsetzung einer Content Marketing Strategie liegt für die Unternehmen im Aufbau eigenen technischen und redaktionellen Know-hows (Quelle: The Digitale).

Denn, die Resultate überzeugen:

  • Content Marketing generiert 3 mal so viel Leads, wie traditionelles Outbound Marketing, kostet dafür aber nur 62% so viel (Quelle: ZenContent).
  • Die Website Conversion Rate ist bei Content Marketing Strategien 6 mal höher als bei traditionellen Marketing Kampagnen (Quelle: Openview).

Content Marketing ist keine Marketing Strategie. Das hat mittlerweile auch die PR erkannt. So nannte sich das Forum Corporate Publishing erst kürzlich in „Content Marketing Forum“ um und beanspruchte im gleichen Atemzug sogleich die Deutungshoheit für inhaltsgetriebene Kommunikation und entbrannte damit zugleich einen Kompetenzstreit zwischen renommierten Vertretern aus PR und Marketing, der über Wochen durch die Fachgazetten tobte. Doch statt zu streiten, „wer wohl am besten sänge“, sollten Marketing- und PR-Profis ihre Kompetenzen besser bündeln, denn eine erfolgreiche Content Marketing Strategie kann nur in einer konsequenten  Zusammenarbeit zwischen Marketing und PR gelingen.

2. Corporate Blogs sind keine Content Marketing Strategie

Der Blog wird für viele Unternehmen zum zentralen Content Marketing Instrument. Denn, Unternehmen, die bloggen generieren 97% mehr Links auf ihre Seite und 67% mehr Leads, als Unternehmen ohne Blog. Doch, die größte Herausforderung für Unternehmen ist die Interaktion auf dem Blog. 64% der Corporate Blogs erziele keine Kommentare. Maßgeblich für die Interaktion der Zielgruppen mit dem Content ist zum einen die Content Qualität und zum anderen die Frequenz, mit der Inhalte auf dem Corporate Blog geposted werden. Vor allem aber sind es die Kanäle, über die die Inhalte des Blogs kommuniziert werden, denn nur ein Bruchteil der potentiellen Leser finden den Weg direkt auf den Corporate Blog. Viel wichtiger ist es daher, die Blogbeiträge dorthin zu bringen, wo die potentiellen Leser bereits sind. Das gelingt nur mithilfe durchdachter Content Distribution und Seeding Strategien.

3. Content Distribution und Content Seeding

Bei der Content Distribution geht es  darum, Inhalte weitreichend auf den Digitalen Medien zu platzieren. Der Vorteil der Digitalen Medien ist, dass die Inhalte auf vielen Portalen und Plattformen eigenhändig veröffentlicht werden können (Owned Media), darunter Blogs, Presseportale, Fachportale, Content-Netzwerke, wie Dokumenten, Bilder und Video-Portale, Business-Netzwerke und die klassischen Sozialen Netzwerke. Unternehmen müssen also lernen, ihre Inhalte nicht mehr nur über die klassischen Medienmittler zu verbreiten, sondern die Veröffentlichung selbst in die Hand zu nehmen.

Content Seeding bedeutet übersetzt, das Aussähen von Inhalten und meint im Digitaljargon das gezielte Streuen von Inhalten im Internet. Im Gegensatz zur Distribution über die Owned Media sind damit jedoch eher die Earned Media (= verdiente Medien) gemeint, obwohl es in beiden Bereichen sicherlich viele Überschneidungen gibt. Prinzipiell ist Content Seeding keine neue Strategie, sondern sie verbindet altbekannte Public Relations Konzepte mit neuen Methoden des digitalen Networkings. Die beste Form des Content Seedings ist, sich mit einem Thema als Experte zu präsentieren. Dafür bieten sich Frageforen, Experten-Netzwerke, Fachdiskussionen in den Social Media, aber auch Blogparaden an. Wer sich dort mit Fachwissen, Tipps und Ratschlägen einbringt, erzielt Aufmerksamkeit und gewinnt Anerkennung. So lassen sich eigene Inhalte und Beiträge vernetzen.

Bei der Distributions und Seeding Strategie gilt es, Inhalte über die richtigen Kanäle im Internet zu verbreiten, damit sie von dort aus viral weiterwachsen können. Die Platzierung und Vernetzung der Inhalte auf vielen verschiedenen Kanälen ist aus vielerlei Hinsicht ein Gewinn: Aus PR-Sicht erhöht es die Wahrnehmung der eignen Themen in der Öffentlichkeit, aus Marketing-Sicht lassen sich die Zielgruppen darüber direkt erreichen und aus SEO-Sicht erhöht die Content Distribution die Anzahl der Backlinks auf die eigenen Seite und unterstützt so eine qualitative und quantitative Vernetzung.

4. Influencer Marketing

Eine Influencer Marketing Strategie geht Hand in Hand mit einer Seeding Strategie. Über die Zugkraft einflussreicher Meinungsmacher und Multiplikatoren lässt sich ein dichtes Netzwerk von Touchpoints im Internet aufzubauen, um potentielle Kunden zielgerichtet zu erreichen.

  • 92% der Konsumenten vertrauen den Empfehlungen anderer Menschen, selbst wenn sie diese nicht kennen.
  • 70% vertrauen Online-Bewertungen mehr als den Werbeaussagen von Unternehmen

Unternehmen haben schon immer auf die Zusammenarbeit mit wichtigen Multiplikatoren gesetzt, in erster Linie auf die Reichweite der traditionellen Medien. Doch die Welt der Meinungsmacher hat sich verändert. Die neuen Influencer sind vor allem Blogger und Social Media Akteure. Jeder elfte Deutsche gilt als „Influencer“. Wenn Influencer ihre Leidenschaft für ein Produkt oder eine Marke zum Ausdruck bringen, können sie damit großen Einfluss auf die Markenwahrnehmung und Reputation eines Unternehmens in ihrer Community nehmen. Die Community eines Influencers ist empfänglicher für die Marke, weil der Influencer eine hohe Anerkennung in der Community besitzt und die Follower Meinungen und Empfehlungen von Influencern vertrauen. Höchste Zeit für eine Influencer Marketing Strategie.

5. Social Media ist keine Disziplin, sondern eine Kompetenz

So beschreibt es Guido Augustin zu recht in seinem Beitrag: Social Media ist tot. Selbstverständlich ist Social Media nicht tot, aber das Gerede darum. Denn Social Media ist längst keine Kür mehr, sondern Grundvoraussetzung für die Kommunikation und genauso wichtig und selbstverständlich wie Orthografie und Grammatik.
92% der Unternehmen nutzen Social Media für die Distribution ihrer Inhalte. Doch Social Media ist nicht nur Facebook und Twitter. Die Social Media sind die Kanäle für die Inhalte der Content Marketing Strategie.  Jedes Netzwerk ist anders. Jedes Netzwerk beherbergt andere Zielgruppensegmente und bietet verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation. Doch die Social Media Welt ist im stetigen Wandel. Jeden Tag kommen neue Netzwerke hinzu, andere verlieren an Nutzern und Interaktion. Vor allem visuelle Social Media Netzwerke wie YouTube, Instagram, Snapchat und Vine werden weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Die größte Herausforderung für Unternehmen wird sein, die richtigen Social Media Kanäle für ihre Zielgruppen zu identifizieren und mit den richtigen Inhalten zur richtigen Zeit zu bespielen, um den Zielgruppen-Dialog aufrecht zu erhalten.

6. Visuelles Content Marketing mit Bildern und Videos

Bereits 2015 stieg die Verwendung von Infografiken von 9 auf 52 Prozent an. 57% der Unternehmen nutzen Video für ihre Content Marketing Strategie. 74% der B2C Unternehmen und 63% der B2B Unternehmen halten Bilder und Videos für sehr effektive Marketinginstrumente. 2016 wird sich der Video Content voraussichtlich verdoppeln auf 1,5 Milliarden Videos. Bilder, Grafiken und Videos werden somit ein unabdingbarer Bestandteil der Marketing- und PR Kommunikation über die verschiedenen Social Media Kanäle.

7. Content Marketing Automatisierung

Die große Anzahl der Online-Medien und Social Media Portale bieten viele neue Möglichkeiten, Inhalte aller Art in verschiedenen Formaten sehr schnell und kostengünstig über die unterschiedlichen Kanäle zu verteilen. Die Vielzahl der neuen Medien und Kanäle für die Content Marketing Distribution lässt sich in Handarbeit kaum noch bewältigen. Die Auswahl der richtigen Tools ist ein wichtiges Kriterium, um die Prozesse effizienter zu gestalten. Bei der Automatisierung geht es nicht, die traditionelle Gießkannen-Kommunikation auf die Sozialen Netzwerke zu übertragen. Ganz im Gegenteil: Die Tools sollen manuelle Standardprozesse vereinfachen, um mehr Freiräume für die persönliche Kommunikation und Vernetzung zu schaffen.

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Weitere Informationen und Tipps zur Content Distribution und Seeding im kostenlosen Leitfaden Veröffentlichen im Internet.

 

 

 

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

#Kritikprofis lautet das Motto der Blogparade von Kerstin Hoffmann. Wie gehen Kommunikationsprofis konstruktiv mit Kritik, Kritikern, Querulanten, Pöblern um?

Bill Gates sagte dazu einmal „Your most unhappy customers are your gratest source of learning“, zu deutsch: Die Kunden, die am meisten meckern, sind die wertvollste Quelle, um etwas zu lernen. Als Softwareentwickler sehen wir das ganz genauso. Das Schlimmste, was bei der Entwicklung einer Software passieren kann, ist tatsächlich, dass sich niemand beschwert. Denn das bedeutet entweder, dass sich niemand für Deine Lösung interessiert oder aber das Deine Lösung zwar genutzt wird, aber ohne große Begeisterung und Engagement. Für uns waren und sind tatsächlich die Kunden, die sich am meisten beschweren, die wertvollsten Kunden. Nur so ist es uns möglich, mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen und unsere Lösungen nach den Anforderungen und Wünschen unserer Kunden weiterzuentwickeln.

Kunden, die sich intensiv mit einer Lösung auseinandersetzen, stoßen zwangsläufig auf Fehler oder fehlende Funktionen, denn keine Lösung ist perfekt. Kunden, die eine Software intensiv nutzen, kommen aber auch auf neue Ideen, entwickeln Vorstellungen und Wünsche für weitere Funktionen.

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Diese Grundeinstellung macht es möglich, im Unternehmen grundsätzlich einfacher mit Kritik umzugehen und kritische Äußerungen besser zu handhaben.

Aber natürlich gibt es auch unter den Kritikern immer wieder mal Pöbler und penetrante Querulanten. Hier meine Tipps für den Umgang mit kritischen Äußerungen und Beschwerden.

1. Negative Energien umlenken

Kunden, die sich beschweren, sind meist negativ aufgeladen. Die wichtigste Aufgabe ist daher, die Schärfe aus dem Angriff zu nehmen, zurückzuweichen und dabei die negativen Energien umzulenken. Eine positive Entgegennahme der Kritik, mit Worten wie „Vielen Dank für Ihr Feedback“, „Danke, dass Sie uns kontaktieren“ nimmt dem Angreifer erst mal den Wind aus den Segeln und lenkt das Gespräch in eine positive Richtung.

2. Empathie zeigen

Kunden, die sich beschweren, wollen vor allem das Gefühl haben, erst genommen zu werden. Daher ist es wichtig, sich zunächst einmal in die Position des Kunden zu versetzen und  Verständnis zu zeigen. Mit Worten wie „Ich kann verstehen, dass Sie sich ärgern“, zeigt dem Kunden, dass seine Beschwerde und seine Verärgerung ernst genommen wird.

3. Abwehr führt zu Gegenwehr

Ein einfaches Zurückweisen der Kritik und eine Rechtfertigung führen zu nichts. Für den Kunden wirkt es wie der Aufbau einer Mauer. Der Kunde sieht sich gezwungen, noch härtere Geschütze aufzufahren, um die Mauer einzureißen. Die Angriffe werden also stärker. Umgekehrt erfährt der Verteidiger nichts vom Angreifer, weil er sich einmauert, anstatt sich zu öffnen.
Stattdessen ist besser:

4. Fragen stellen und zuhören

Viele Beschwerden stellen sich als harmloser raus, als sie vielleicht auf den ersten Blick erscheinen. Sie sind durch Missverständnisse verursacht oder weil der Kunde eine bestimmte Funktion nicht gefunden oder verstanden hat.

Bei Pöblern und Querulanten bleibt die Kritik häufig an der Oberfläche. Sie wollen einfach nur nörgeln oder pöbeln und haben eigentlich gar keinen sachlichen Grund dazu.

Die beste Möglichkeit, mit solchen Beschwerden oder Nörgeleien umzugehen, ist, Fragen zu stellen. So lassen sich Missverständnisse identifizieren und ausräumen. Der Kunden fühlt sich ernst genommen und ein offener Dialog kann wichtige Informationen über Kundenbedürfnisse liefern.

Nörgler wollen häufig auch nur einfach ernst genommen werden. Durch intensive Fragen entzieht man oberflächlicher Kritik die Grundlage und gibt dem Gespräch eine konstruktive Richtung.

5. Dran bleiben

Um kritische Kunden in begeisterte Kunden zu wandeln, sollte man sie über die Umsetzung ihrer Beschwerde auf dem Laufenden halten.  Dazu gehört, Kunden zu informieren, wenn Fehler beseitigt wurden oder ihre Wünsche und Anforderungen umgesetzt sind. außerdem ist es wichtig, sie in die Weiterentwicklung von vorgeschlagenen Funktionen mit einzubinden, z.B. als Beta Tester.

Und, einfach mal Danke zu sagen, wenn eine Beschwerde oder ein Vorschlag zu einer  positiven Lösung für alle Kunden geführt hat.

 

Kritik ist zwar unschön, tut weh und ist auch manchmal ungerecht, aber sie hat durchaus ihre positiven Seiten. Mit der richtigen Einstellung und der richtigen Kommunikation lässt sich der Umgang mit kritischen Äußerungen in positive Energien für die konstruktive Weiterentwicklung umlenken.

Die besten Tools für Content Marketing, PR und Social Media

Die wichtigsten Online-Tools für Content Marketiing, Texterstellung, Distribution und Seeding

Die wichtigsten Online-Tools für Content Marketing, Texterstellung, Distribution und Seeding

Die aktuelle Blogparade #Toolparade von Zielbar ist für mich ein willkommener Anlass, meine persönlichen Lieblings-Tools vorzustellen, die mich bei der täglichen Arbeit unterstützen.

Beginnen wir mit der Content Strategie: Die Content Strategie ist für uns der Dreh- und Angelpunkt aller unserer Marketing und PR-Aktivitäten. Grundlage für eine erfolgreiche Content Marketing Strategie sind die Inhalte, die wir dann jeweils über viele verschiedene Medienformate aufbereitet und über viele verschiedene Kanäle distribuieren. Ein Haufen Arbeit. Doch mit den richtigen Tools geht es schneller und einfacher. Hier meine persönlichen Tool Favoriten:

 

1. Tools für die Themenfindung, Trend- und Keyword-Analyse

Content Curation Tools können eine große Hilfe dabei sein, um aktuelle Trendthemen für eigene Content Idee zu finden und zu sammeln, aber auch, um interessante Inhalte über die eigenen Kanäle zu teilen.

  • Scoop.it – erleichtert mir das Finden, Sammeln und Kuratieren  von interessanten Inhalten nach bestimmten Themen und Keywords. Mit Sccopit lassen sich auch eigene Quellen, z.B. Blogs per RSS-Feed hinzufügen.
  • Feedly.com – ermöglicht mir das Sammeln und Verwalten von Inhalten aus RSS-Feeds. Mit Feedly sammel ich meine Lieblingsblogs.
  • Diigo.com – nutze ich Sammeln von interessanten Webinhalten nach Schlagworten: mein externes Favoritenverzeichnis, genauso wie
  • Evernote.com – nutze ich ebenfalls zum Clippen von interessanten Beiträgen und Inhalten aus dem Web und zum Scribbeln von Content Ideen und Projektaufgaben, bis hin zum Verwalten meiner Einkaufsliste ;-). Evernote betrachte ich für sehr nützlich, weil es von jedem Device aus erreichbar ist. Auch die Synchronisation funktioniert sehr gut.
  • Influma.com – ermöglicht mir die Suche nach aktuellen Beiträgen aus relevanten Blogs und Medien nach Keywords. Die Beiträge werden durch den Influma index nach Social Signals analysiert, um zu sehen, welche Reichweite die Beiträge in den verschiedenen Social Media Kanälen haben. Interessante Beiträge, Autoren und Websites speichere ich in Themenlisten (Fokuslisten), um Themenideen zu sammeln. In Themen- und Keywordlisten sowie Keyword-Alerts kann ich gespeicherte Suchanfragen verwalten und im News-Feed immer die aktuellen Beiträge zu meinen gespeicherten Suchbegriffen abrufen. Außerdem kann ich interessante Beiträge direkt über meine Social Media Kanäle teilen.

Influma Themensuche

Weitere Informationen: Influma.com

Die Umsetzung einer guten Content Strategie steht und fällt mit den richtigen Keywords, denn nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Für die Recherche der richtigen Keywords nutzen wir Google Trends und den Google Keyword Planer

Beispiel: Das „Whitepaper“ zum Beispiel ist ein beliebtes Content Marketing Instrument. Doch verstehen die Kunden das auch?

Beispiel: Leitfaden, Whitepaper und Ratgeber im Vergleich

Das Google Trend Analyse Ergebnis zeigt, dass der englischsprachige Begriff „Whitepaper“ im Vergleich zu den deutschsprachigen Synonymen „Leitfaden“ oder „Ratgeber“ weit abgeschlagen bei den Suchanfragen ist. Die Kurven für „Ratgeber“ und „Leitfaden“ kreuzen sich im zeitlichen Verlauf. So war der Begriff „Ratgeber“ vor einigen Jahren noch häufiger gesucht als der Begriff „Leitfaden“ Seit 2011 liegt der Begriff „Leitfaden“ deutlich vorne, was sich laut Google Prognose auch noch weiter verstärken wird. Der Ländervergleich ist besonders bei den im Marketing so beliebten und häufig verwendeten Anglizismen wichtig, um zu beurteilen, ob diese Begriffe im deutschsprachigen Bereich eine Relevanz für die Suchmaschinen haben, das heißt, ob die Zielgruppen diese Begriffe überhaupt kennen und verwenden.

Mit dem Google Keyword Planer lassen sich noch etwas genauere Informationen zu dem Suchvolumen bestimmter Keywords und ggf. alternative Suchbegriffe finden.

Ist das Keyword Portfolio einmal definiert, ist es leichter, genau diese Keywords gezielt für die Recherche nach Themen und Inhalten zu nutzen, einflussreiche Meinungsmacher und Multiplikatoren (Influencer) für diese Inhalte zu finden, eigene Content Ideen zu entwickeln und in die Content Strategie einzubinden.

Mehr zu Thema: Keywords im Content Marketing

Haben wir die Themen und Keywords identifiziert, geht es an die Erstellung der Medien. Dabei gehen wir immer von einem Zentral-Dokument aus (z.B. einem Whitepaper) und generieren daraus zahlreiche weitere Content-Ableger, z.B. Blogbeiträge, Online-Pressemitteilungen, Bilder und Grafiken, Präsentationen, Fachartikel usw.

Beispiel: Content Marketing Kampagne „Content PR Leitfaden“

Beispiel-Kampagne Leitfaden Content PR

Beispiel-Kampagne Leitfaden Content PR: Zentral-Dokument und Satelliten Content Module

2. Tools für die Textanalyse und Texterstellung

Für die Optimierung unserer Texte und Artikeln nutzen wir das Textanalyse Tool von PR-Gateway. Damit lassen sich unsere Artikel auf ihre SEO-Tauglichkeit, Keyworddichte und sprachliche Qualität überprüft werden. Neben der Überprüfung auf Füllwörter, Phrasen und Satzkonstruktionen, erarbeitet das Tool eine Lesbarkeitsbewertung. Das Endergebnis zeigt dann schließlich, wie gut lesbar die Text für die Online-Medien sind.

PR-Gateway Textanalyse

PR-Gateway Textanalyse zur Überprüfung von Textqualität, SEO-Tauglichkeit und Keywords

Weitere Informationen: PR-Gateway.de/textanalyse

Für die Sprach- und SEO-Analyse im Blog nutzen wir das WordPress Pluging Yeost. Mit Hilfe des SEO-Tools Yoast können überprüfen, wie gut der Blogbeitrag in Suchmaschinen wie Google und Co. gefunden wird. Dazu prüft Yoast die Überschrift, eine Metadescription (150 Zeichen) und den Aufbau des Artikels. Wenn die Yoast Ampel auf Grün springt, ist alles gut, ansonsten bessern wir nach.

Für den Abstimmungs- und Freigabeprozess von Texten und Dokumenten nutzen wir OneDrive und Slack.

3. Tools für Bilder, Grafiken und Videos

Kein Text geht bei uns ohne entsprechende Grafiken an die Öffentlichkeit, egal ob Whitepaper, Online-Pressemitteilung, Blogbeitrag oder Social Media Post. Da wir nicht immer einen professionellen Grafiker im Zugriff haben, helfen uns folgende Tools:

  • Canva.com – ermöglicht eine einfache Erstellung von Grafiken aus Stockbildern oder mit eigenen Grafiken und Bildern.
  • Easyly.com – bietet vorgefertigte Themes zur Auswahl, zu denen sich einfach weitere Elemente per Drag and Drop hinzufügen lassen.
  • Piktochart.com – bietet ebenfalls verschiedene Designelemente, die sich per Drag & Drop auf die erstellten „Canvas“ ziehen und in Form und Farbe anpassen lassen.
  • Infogr.am – ermöglicht die einfache und schnelle Gestaltung von Infografiken und Diagrammen. Mit Hilfe der Grafiken lassen sich Fakten und Zahlen professionell und anschaulich aufbereiten.

Nicht immer reichen Grafiken aus, manchmal muss es auch ein Bewegtbild in Form eines Videos oder einer Video-Präsentation sein. Für die Video-Erstellung und -bearbeitung nutzen wir:

  • Prezi.com – nutzen wir für die Erstellung von interaktiven Präsentationen und Video-Tutorials
  • Edudip.com ADENION Academy – nutzen wir für die Erstellung und Aufzeichnung von Webinaren und Video-Tutorials
  • Google Hangouts – nutzen wir für Webinare, Bildschirmpräsentationen, Video-Interviews und Tutorials. Die Videos zeichnen wir auf, um sie anschließend auf unserem Youtube Channel zu präsentieren.
  • Camtasia.com – mit Camtasia zeichnen wir ebenfalls unsere Webinare auf, erstellen und bearbeiten Videos und Bildschirmaufzeichnungen, um Tutorials zu erstellen.

 

4. Tools für die Content Distribution und das Content Seeding

Haben wir die verschiedenen Medien und Formate erstellt, müssen sie distribuiert werden, denn gute Inhalte nutzen nichts, wenn sie nicht gefunden werden. Die große Anzahl der Online-Medien und Social Media Portale bieten viele neue Möglichkeiten, Inhalte  aller Art in verschiedenen Formaten sehr schnell und kostengünstig über die unterschiedlichen Kanäle zu verteilen. Doch auch dafür braucht man die richtigen Tools:

  • Blog2Social.com – plant, terminiert und automatisiert das Posten von Blogbeiträgen auf Social Media Profilen, Business Seiten und Gruppen. Das Tool ermöglicht gleichzeitig eine Individualisierung der einzelnen Beiträge für die Optimierung und Anpassung der Postings an die Besonderheiten und Möglichkeiten der unterschiedlichen Netzwerke, z. B. mit individuellen Kommentaren, #Hastags, tags und @Handles.
Blog2Social Dashboard

Blog2Social Dashboard für die Optimierung und Anpassung individueller Kommentare für die unterschiedlichen Netzwerke

 

  • CM-Gateway.de – postet Beiträge, Links, Bilder und Dokumente parallel und individuell angepasst auf Social Media Kanälen Twitter, Facebook. Google+, Xing, Linkedin, Tumblr, Slideshare, Scribd, Issuu, Pinterest, Flickr und vielen mehr.
    CM-Gateway Distribution

    CM-Gateway Distribution von Links, Kommentaren, Bildern und Dokumenten

     

  • PR-Gateway.de – ermöglicht die schnelle und einfache Verbreitung von Pressemitteilungen, Fachartikeln, Dokumenten und Bildern über ein Netzwerk von News- und Presseportalen, Fach- und Themenportalen, Dokumenten- und Bildernetzwerken sowie Social Media Kanälen und Eventportalen.

    PR-Gateway Distribution

    PR-Gateway Online-Presseverteiler zur Distribution von Pressemitteilungen, Fachbeiträgen und Dokumenten an Themen und Fachportale, Presseportale und Social Media

 

Die verwendeten Grafiken und Illustrationen aus der Content Produktion des Leitfadens wurden jeweils separat verwertet, um diese als weitere Content Module über die entsprechenden Bildernetzwerke und Social Media Kanäle zu kommunizieren.

Über die Mediathek von PR-Gateway werden die Bilder aus den Pressemitteilungen und Blogbeiträgen extrahiert und stehen für eine separate Distribution inklusive einer kurzen Beschreibung auf vielen verschiedenen Social Networks und Bilder-Netzwerken zur Verfügung.

PR-Gateway Mediathek

PR-Gateway Mediathek zur Distribution von Bildern an Social Networks und Bilder-Portale

Für das Content Seeding nutzen wir unsere Social Media Kanäle auf:

  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
  • LinkedIn
  • Xing
  • Tumblr
  • Scribd
  • Slideshare
  • Whitepapercentral
  • Issuu
  • Pinterest
  • Flickr
  • Instagram
  • Diigo
  • Youtube

Für das Management der Social Media Kanäle, insbesondere Twitter nutzen wir außerdem Tweetdeck und Crowdfire.

Influma.com unterstützt uns dabei, die wichtigsten Online-Medien, Blogs und Influencer für unsere Themen zu finden, um unsere Inhalte in Form von Fachbeiträgen, Gastbeiträgen, Blogparaden, Kommentaren oder Backlinks zu platzieren.

Influma Influencersuche

Influma Influencersuche

Ähnlich wie für die Themenfindung lässt sich über die Blog- und Mediensuche per Keywords auch ermitteln, wer über bestimmte Themen schreibt, wer die wichtigsten Influencer für diese Themen sind. So ist es möglich, mit wichtigen Bloggern, Journalisten und Social Media Influencern Kontakt aufzunehmen, sich zu vernetzen oder in den aktuellen Dialog einzusteigen, Beiträge zu kommentieren und mit eigenen Beiträgen zu vernetzen (Content Seeding).

Mit Influma lassen sich die Websites und Artikel interessanter Influencer in Themenlisten speichern und so für die Vernetzung, die Kontaktaufnahme und den Dialog mit Influencern nutzen.

Das sind die wichtigsten Tools, die uns täglich durch den Content Marketing, PR und Social Media Alltag begleiten und unterstützen.

Lesetipp:

Weitere Informationen und Tipps zur Content Distribution und Seeding im kostenlosen Leitfaden Veröffentlichen im Internet.

Kurzmitteilung

Wir wünschen Frohe Feiertage und ein gutes Jahr 2016

Das Jahr neigt sich in großen Schritten dem Ende entgegen. Zeit, Danke zu sagen und Ihnen das Beste für das neue Jahr zu wünschen.

Wir danken Ihnen für die gute Zusammenarbeit, Ihre Treue und für das konstruktives Feedback, das uns hilft, unsere Produkte nach Ihren Wünschen und Vorstellungen weiterzuentwickeln.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten einen guten Start in ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Silvester

Das ADENION Team wünscht einen guten Rutsch ins neue Jahr

 

Agiles Marketing

Agiles Marketing: Wie agil ist unser Marketing?

Agiles Marketing

Agiles Marketing

Diese Frage stellt Babak Zand in seiner aktuellen Blogparade zum Agilen Marketing. Wieder nur ein neues Buzzword, ein vorübergehender Trend oder nur eine Beschreibung für eine neue notwendige Anforderung in der Kommunikation? Ist es überhaupt noch zeitgemäß, wie wir kommunizieren?

Was bedeutet Agiles Marketing überhaupt?

Agiles Marketing beschreibt, wörtlich übersetzt, die Strategie der beweglichen Marketingkommunikation, aber was heißt das? Die Digitale Welt bewegt sich immer schneller, daher müssen auch Unternehmen lernen, sich schneller und dynamischer den Anforderungen des Marktes anzupassen, insbesondere den Anforderung an die Kommunikation. Schnell zu reagieren setzt also eine gewissen Agilität = Beweglichkeit voraus. Das agile Marketing ist daher schlicht eine Konsequenz aus der Dynamik des Marktes und besagt, dass Kommunikationsprozesse entsprechend schneller, dynamischer und beweglicher gestaltet werden müssen, um sehr schnell auf bestimmte Dialogprozesse zu reagieren. Das beginnt beim Support und Vertrieb, um schneller auf Kundenanfragen und Beschwerden zu reagieren und bezieht sich letztendlich auf alle Touchpoints, die ein Unternehmen mit Kunden, Stakeholdern und der Öffentlichkeit hat.

Ein besonderer Katalysator der Kommunikation sind die Social Media, denn gerade hier ist die schnelle Reaktion ganz besonders wichtig, sei es in der Krisenkommunikation (z.B. bei einem Shitstorm) oder aber, um bestimmte Trendthemen aufzugreifen und auf #Hashtag-Wellen mitzuschwimmen. Auch das ist eigentlich keine wirklich neue Strategie, denn früher hat man so etwas Huckepack-PR oder Newsjacking genannt. Ich nehme mir ein Thema, das gerade in den Medien viel Aufmerksamkeit erlangt und hänge mich dran. Was in der Medienbranche gängige Praxis ist, muss sich in vielen Unternehmen jedoch noch durchsetzen.

Beispiele für erfolgreiches Newsjacking in den Social Media

Sixt Kampagne #Neuland

Sixt Kampagne #Neuland

Ein Unternehmen, dass die Strategie des Newsjackings vorbildlich meistert, ist Sixt. Sixt schafft es, innerhalb von wenigen Stunden, Kampagnen zu erstellen, die auf aktuelle Trendthemen und #Hashtags aufsetzen, sei es die #Neuland Kampagne oder die Kampagne zum Bahnstreik.

Bereits am Tag nach dem Merkel Spruch „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ auf der Pressekonferenz zum Obama Besuch in Berlin, wurde diese Kampagne sehr erfolgreich über das Hashtag #Neuland in den Social Media lanciert und millionenfach geteilt.

Ein ähnliches Beispiel lieferte der Hashtag #thedress bzw. #dressgate im Januar 2015. Die Hashtags #dressgate und #thedress waren tagelang unter den Trending Topics bei Twitter, Facebook, Instagram und Tumblr. Doch im Vergleich zu den Amerikanern, ergriffen nur wenige deutsche Unternehmen die Chance, sich das „Newsjacking“ für das Real Time Marketing zu eigen zu machen, darunter, Sixt, Ritter Sport und der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke:

Ritter Sport Marketing zu #dressgate

Ritter Sport Marketing zu #dressgate

2015-09-21 09_16_59-#dressgate - Christa solmecke

Um so schnell auf aktuelle Ereignisse reagieren zu können, erfordert aber auch, dass Abstimmungsprozesse im Unternehmen vereinfacht und beschleunigt werden und den Mitarbeitern an der Kommunikationsfront mehr Kompetenzen und Freiheiten zugeteilt werden.

Solche Freiheiten genießt auch das Social Media Team der Ergo Versicherung, die im Sommer 2015 den Hashtag #SkinnyJeans aufgriffen und darüber einen Blogbeitrag über die Social Media, um die aktuelle #Hashtag-Welle aufzugreifen.

#SkinnyJeans auf dem @ERGODeutschland Blog

#SkinnyJeans auf dem @ERGODeutschland Blog

 

ERGO Deutschland auf Twitter_ _Wer häufig #SkinnyJeans, #HighHeels, XXL Shopper

 

 

 

 

 

 

 

Agiles Marketing bedeutet gutes Touchpoint Management

Agiles Marketing ist kein neuer Hype und auch kein vorübergehender Trend, sondern reiht sich ein in die Entwicklung der Prozessoptimierung, wie sie seit vielen Jahren bereits in verschiedenen Unternehmensbereichen umgesetzt wird: Agile Softwareentwicklung, Agiles Projektmanagement, Lean Production, Just-in-Time Produktion, um nur einige zu nennen. Eine schnelle und flexible Reaktion erfordert eine offene Unternehmenskultur, flache Hierarchien und einfache Abstimmungsprozesse. Das erfordert eine Unternehmenskultur, die den Mut hat, neue Wege zu gehen und vor allem viel Kontrolle an die Mitarbeiter abgibt. Diese Eigenschaften sind eine Grundvoraussetzung für das Agile Marketing. Das bedeutet, Kontrolle abzugeben und Fehler zuzulassen, um aus diesen Fehlern zu lernen. Anne M. Schüller beschreibt diesen Prozess sehr anschaulich mit dem Begriff des Touchpoint Managements.

Früher war der Pressesprecher die eine Stimme des Unternehmens in die Öffentlichkeit. Heute sind jedoch viel mehr Personen über viel mehr Kanäle direkt mit der Öffentlichkeit und auch direkt mit den Kunden verbunden, sei es über den Corporate Blog, die Social Media Kanäle oder Support-Foren. Agiles Marketing setzt voraus, alle Mitarbeiter im Unternehmen und das sind vor allem die Mitarbeiter im Vertrieb, Support, PR, Marketing und Social Media zu Touchpoint Managern auszubilden, um Ihnen die Verantwortung für die Kommunikation über ihren Kanal zu übertragen. Starre Hierarchien, endlose Freigabeprozesse und die Angst vor Kontrollverlust sind kontraproduktiv.

Anstelle starrer Redaktionspläne und langer Abstimmungsprozesse sollten klare Leitlinien für die Kommunikation stehen, an denen sich die Mitarbeiter orientieren können. Ein Zugriff aller Touchpoint Manager auf eine Content-Zentrale mit fertigen Bausteinen für die Kommunikation unterstützt ebenfalls eine einheitliche und dennoch flexible Dialogkultur. Zentrale Redaktionsmeeting aller Kommunikatoren helfen dabei, Feedbacks und Reaktionen aus dem Markt zusammenzutragen, Erfahrungen auszutauschen und entsprechende neue Kommunikationsinhalte zu entwickeln, die wiederum allen Mitarbeitern zentrale zur Verfügung gestellt werden.

Agiles Marketing bedeutet, Kontrolle abzugeben, ohne die Kontrolle zu verlieren. Es bedeutet vielmehr, Mitarbeitern in der Kommunikation mehr Verantwortung zu übertragen, sie aber gleichzeitig auch besser anzuleiten und zu unterstützen. Zentrale Sprachregelungen und Leitlinien sowie flexible Content-Bausteine helfen dabei, Inhalte und Dialogformen vorzugeben, die in bestimmten Situationen schnell angepasst und kommuniziert werden können.

Mit einer gesamtheitlichen Kommunikationsstrategie, die alle Kommunikationsschnittstellen eines Unternehmens umfasst, sowie klaren Kommunikationsleitlinien für die Mitarbeiter schaffen es Unternehmen, den Anforderungen an die Agilität in der Kommunikation gerecht zu werden.

Agiles Content Marketing in der Praxis

Im Rahmen einer erfolgreichen Content Marketing Strategie ist die schnelle und agile Reaktion entscheidend. Um für die Zielgruppe wirklich relevante Inhalte und Informationen, genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort bereitstellen zu können, ist es wichtig, zu recherchieren,

  1. welche Inhalte bei den Zielgruppen gut funktionieren und
  2. sich an aktuelle Beiträge zu relevanten Themen dranzuhängen. 

Neben dem klassischen Monitoring bieten Content Marketing Tools wie Influma eine gute Möglichkeit, Inhalte zu bestimmten Themen zu identifizieren und zu analysieren, um zu prüfen, welche Inhalte im Social Web wirklich funktionieren. Daraus lassen sich dann eigene Content Ideen entwickeln oder man kann sich in aktuelle Beiträge und Diskussionen einbringen und mit wichtigen Influencern vernetzen.

Content Marketing Strategie Themensuche, Themenmonitoring, Influencer Relations

Content Marketing Strategie Themensuche, Themenmonitoring, Influencer Relations

Agiles Marketing erfordert mehr Dynamik, Flexibilität und ein schnelleres Reaktionsvermögen, um auf aktuelle Ereignisse zu reagieren und um sich an aktuelle Themen dranzuhängen zu zu vernetzen.

Agiles Marketing bedeutet, sich von starren Redaktionsplänen zu lösen und lange Abstimmungsprozesse zu verkürzen und Kommunikationsprozesse zu vereinfachen.

Die Zukunft der PR. Was kommt, was bleibt in der Online-PR?

Content Marketing und PR erfordert kombinierte Kompetenzen

Online-PR erfordert kombinierte Kompetenzen

Die Zukunft der PR. Das ist das Thema unserer aktuellen Blogparade. Was bedeutet die Digitalisierung für die PR-Branche? Ist klassische PR obsolet? Machen traditionelle Medien wie Print, TV oder Radio noch Sinn in der Kommunikation? Welche Möglichkeiten und Herausforderungen bieten die Digitalen Medien?

Fakt ist: 79% der Deutschen sind online und verbringen täglich durchschnittlich 166 Minuten im Netz, 50% auch mobil (ARD/ZDF-Onlinestudie 2014 ). Nur noch 37% der Deutschen informieren sich über Zeitungen, 64% über das Internet (IFD Allebach). 18% vertrauen Zeitungen und 37% vertrauen den Online-Medien (Trustbarometer Edelman).

Laut dem DPRG Honorar- und Trendbarometer 2015 liegt der Schwerpunkt der PR-Tätigkeiten aber immer noch auf der klassischen Medienarbeit (u.a. Pressemitteilungen, Presseverteiler und Pressekonferenzen). Social Media und mobile Kommunikation haben nur einen überraschend geringen Anteil. Neuen Technologien stehen viele PR-Arbeiter eher skeptisch gegenüber. Viele PR-Arbeiter betrachten die neuen Technologien eher als Last und nicht als Vereinfachung der PR-Arbeit.

Trotzdem sehen knapp 80% der befragten PR-Verantwortlichen in Unternehmen und Agenturen Content Marketing und Storytelling als die Zukunfttrends der PR. Wie aber soll das gehen, ohne Budgets, ohne Social Media und ohne neue Technologien. Ist die PR überhaupt für diese Themen aufgestellt?

Gleichzeitig übernehmen Marketing und SEO den Platz im redaktionellen Umfeld der Medien ein, die bisher klassisches PR Territorium waren. Sind Content Marketing und Native Advertising eine Bedrohung für die PR?

Die Bedeutung der Online-Kommunikation wird auch in den nächsten Jahren weiter steigen, erfordert aber ein Umdenken in der Kommunikation. Die klassische PR hat zwar nach wie vor ihre Daseinsberechtigung, solange es noch klassische Medien gibt. Doch die Online-PR wird immer wichtiger und Online-PR ist mehr als klassische PR über digitale Medien. Niemand hat den Wandel und die Herausforderungen der PR im Web 2.0 so gut formuliert wie Brian Solis und Deidre Breakenridge in ihrem Buch „Putting the Public back in Public Relations„. Die Online-Kommunikation ist keine Medienkommunikation mehr, sondern direkter Dialog mit der Zielgruppe. So kann auch die Online-PR keine abgegrenzte Disziplin mehr sein, denn in der Online-Kommunikation sind die Grenzen zwischen PR, Marketing, Social Media und SEO fließend.

Content Marketing“ hat erst jüngst wieder heftige Diskussionen zwischen Vertretern aus der PR und der Werbung ausgelöst. Der Streit entzündete sich an der Frage, wer wohl die besseren Inhalte produzieren könne. Mit heftigen Verbal-Attacken stritten beide Lager um die Kompetenz und Vormachtstellung in den digitalen Medien. Auch das CMF Content Marketing Forum (ehemals FCP Forum Corporate Publishing) beansprucht die Deutungshoheit für die „inhaltsgetriebene Kommunikation”. Also entzweit sich die Kommunikationsbranche weiterhin in Abgrenzung und Silodenke statt mit integrierten Kommunikationskonzepten die Herausforderungen der Digitalen Kommunikation zu meistern?

PR kann Content, keine Frage. Qualifizierte, redaktionelle Inhalte waren schon immer ein Kompetenz-Schwerpunkt der PR-Branche und diese Kompetenz kann die PR im Rahmen einer Content Marketing Strategie auch voll ausschöpfen. Doch mein Eindruck ist, dass die Public Relations Branche immer noch nicht weiß, wie Sie sich zu dem Thema Content Marketing positionieren soll, vielleicht, weil „Marketing“ dran steht? So findet sich auch der Begriff Content Marketing nicht auf der Agenda des DPRG Zukunftsforums. Zu neu, zu alt, zu uninteressant?

Content Marketing, Storytelling, Native Advertising? Alles kalter Kaffee für die PR? PR kann Content, aber auch den richtigen? Mein Eindruck ist, dass viele PRler die Story nach wie vor im Unternehmen suchen. Aber was ist mit den Kunden?

Relevante Inhalte sind die neue Währung im Web 2.0. Doch was sind relevante Inhalte? Relevante Inhalte sind Informationen, die die Menschen im Internet auch tatsächlich suchen. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Nur das, was relevant, nützlich und unterhaltsam ist, wird geklickt, gelikt und geteilt.

Die große Herausforderung der Online-PR ist also, auch den direkten Draht zu den Zielgruppen aufzubauen, um im interaktiven Dialog genau die Inhalte zu entwickeln, die die Online-Community auch wirklich interessieren. Der direkte Draht zum Kunden war bislang eine traditionelle Marketing- und Vertriebsaufgabe. Erfolgreiche Content Marketing Strategien brauchen daher die Zusammenarbeit aller Kommunikatoren eines Unternehmens, die ihre Erfahrungen, ihr Feedback und ihre Ideen teilen und in eine gemeinsame Kommunikationsstrategie einfließen lassen. Symbiose statt Silo – das ist das Erfolgsrezept für Digitale Kommunikationsstrategien!

Online-PR und Distribution

Content is King, Distribution is Queen – lautet die Weiterentwicklung der Content Marketing Formel. In der Online-Kommunikation geht es also nicht nur darum, bessere Inhalte zu entwickeln. Vielmehr geht es darum, diese Inhalte entsprechend über die Online-Kanäle zu veröffentlichen und zu vermarkten, aktiv zu vermarken. Und das nicht nur über die traditionellen Medien, sondern vor allem über die neuen Medien im direkten Dialog mit Kunden, Interessenten und wichtigen Influencern.

Für die Distribution von Inhalten stehen im Internet unzählige neue Kanäle zur Verfügung, die Unternehmen selbst und eigenhändig bedienen können, ohne den Umweg über die klassischen Multiplikatoren und Gatekeeper, die sogenannten Owned Media, darunter:

  • Blogs
  • Freie Presseportale, wie z. B. firmenpresse.de, openpr.de, inar.de
  • Themenportale, wie absatzwirtschaft-biz.net, marketing-boerse.de, internetworld.de
  • Business- und Experten-Netzwerke wie z.B. Xing, Linkedin, Competence-Site.de
  • Dokumentenportale und Content-Netzwerke wie z.B. Slideshare, Scribd, Issuu
  • Bilder- und Video-Netzwerke, wie Youtube, Pinterest, Instagram
  • Social Networks, wie z.B. Twitter, Facebook, Google+
  • Frageportale und Verbraucherforen und vieles mehr

Die PR muss lernen, die Inhalte nicht mehr nur über die traditionellen Medienmittler zu lancieren, sondern über die Owned Media selbst zu veröffentlichen. Die große Herausforderung der Online-Kommunikation liegt darin, die Inhalte weitreichend über die zahlreichen Kanäle zu publizieren, um möglichst viele Fundstellen (Touchpoints) für potentielle Kunden zu generieren.

Online-PR und Influencer Relations

Influencer Marketing gilt in den USA bereits als „The New King of Content“. Und tatsächlich regieren die Influencer die sogenannten „Earned Media“ (die verdienten Medien) und damit die wichtigsten Multiplikations- und Distributionskanäle in den „Shared Media“ (in den geteilten, weiterverbreiteten Medien). Ihre hohe Anerkennung in der Online-Community kann dafür sorgen, dass sich Informationen und Meinungen über Marken und Produkte mit einem großen viralen Potential verbreiten.

Laut Technorati sind 86% der Influencer auch aktive Blogger (Technorati Media Digital Influencer Report). Daher gilt Blogger Relations schon seit geraumer Zeit in der PR als Evolution der klassischen Medienarbeit und genau das führte zu fatalen Fehlern. Es funktioniert eben nicht, Pressemitteilungen an Blogger zu senden und darauf zu warten, dass diese auf ihrem Blog darüber berichten. Blogger erwarten eine andere Form der Kommunikation – den echten Dialog und genau hier tun sich viele PR-Profis schwer. Journalisten strafen schlechte Pressemitteilungen mit Ignoranz. Blogger strafen schlecht gemachte Blogger Relations mit Öffentlichkeit. Und so hagelt es massenhaft öffentliche Kritik im Netz über falsch verstandene Blogger Relations und schiefgelaufene Kommunikation mit Bloggern. „Bitte keine Kommunikation per Bauchladen“, mahnte erst kürzlich die renommierte Food-Bloggering Mel Buml im PR-Report. Blogger nehmen auch in dieser Beziehung kein Blatt vor den Mund und das ist gut so, denn Unternehmen können daraus lernen.

Doch Blogger sind längst nicht mehr die einzigen neuen Multiplikatoren im Netz. Jeder elfte Deutsche gilt als „Influencer“, also Menschen, deren Beiträge die Meinungsbilder in den Social Media prägen, so eine Studie der Hochschule Macromedia. Auch 92% der Blogger sind vor allem in den Social Media aktiv. Selbst 86% der deutschen Journalisten nutzen Social Media zur Recherche (LfM-Dokumentation „Social Media und Journalismus“ 2014) und viele Journalisten sind auch selbst als Blogger aktiv. Eine ganz besonders wichtige Gruppe von Influencern sind die eigenen Kunden, denn Empfehlungen und Meinungen von Kunden in Verbraucherforen und Social Media beeinflussen die Kaufentscheidung anderer. 92% der Konsumenten vertrauen den Empfehlungen anderer Menschen, selbst wenn sie diese nicht kennen, mehr als den Werbeaussagen von Unternehmen (Nielsen Global Trust in Advertising Survey). Kunden sind Blogger und Blogger sind Konsumenten. Die komplexe Welt der Influencer lässt sich also schon lange nicht mehr in klare Zielgruppen einteilen. So ist aus Blogger Relations Social Media Relations und letztendlich Influencer Relations geworden.

Die große Herausforderung der PR ist, die richtigen Influencer zu identifizieren und die richtigen Kommunikationsstrategien zu entwickeln, um die Influencer als Advokaten und damit auch als Multiplikatoren zu gewinnen.

Online-PR und Storytelling

Menschen gewinnt man mit spannenden Geschichten. Die Story muss gut sein, um zu überzeugen. Das gilt für Konsumenten, genauso wie für Geschäftskunden. Gute Inhalte müssen relevant, informativ und unterhaltend sein. Die Stunde des Content Marketings ist also auch gleichzeitig die Stunde der Geschichtenerzähler. Storytelling ist eine traditionelle Kernkompetenz der PR. Doch auch das Storytelling funktioniert in den digitalen Medien anders, als in den klassischen Medien. Die Social Media sorgen für mehr Transparenz in der Kommunikation und genau das erwarten die Menschen auch von Unternehmen. Die Menschen wollen keine Märchen hören, sondern fordern eine ehrliche, transparente und authentische Kommunikation von Mensch zu Mensch. Sie wollen nicht nur zuhören, sondern mitmachen. Sie wollen eingebunden werden in die Geschichten und Teil der Geschichten werden. Digitales Storytelling entsteht nicht im PR Elfenbeinturm, sondern im Dialog mit den Menschen.

Gute und glaubhafte Geschichten werden weitererzählt. Die große Herausforderung der PR ist es, die Story bei den Kunden zu finden und so zu entwickeln, dass sie das Potential der Viralität entfalten können.

Online-PR und Technologien

Laut dem DPRG Trendbarometer sehen nur 30,5% die neuen Technologien als große Bereicherung Ihrer PR-Arbeit und nur 8,3% sehen darin eine deutliche Vereinfachung der PR-Arbeit. Werden die neuen Medien also eher als Belastung, statt als Bereicherung wahrgenommen, oder setzen sich die PR-Arbeiter zu wenig mit den neuen Technologien auseinander? Je mehr Kommunikationskanäle es gibt, desto schwieriger wird es, die Kanäle noch zu überblicken und zu bedienen. Umso wichtiger wird es aber für die PR, sich intelligenter Tools zu bedienen, die Recherche, Analyse und Distributionsprozesse aktiv unterstützen, u.a. Online-Presseverteiler sowie Management und Multiposting-Tools für die Social Media Kanäle. So lässt sich die Verteilung von Inhalten im Internet besser unterstützen, um die Konzentration auf die Inhalte und die individuellen Dialogprozesse zu fokussieren. Nur ein intensives Monitoring des Dialogs ermöglicht auch eine Anpassung und Optimierung der Inhalte. Denn die Online-PR ist keine Einbahnstraßen-Kommunikation, sondern ein intensiver Dialog mit der Zielgruppe. Nur so lassen sich die PR-Botschaften und die Geschäftsprozesse nachhaltig erfolgreich entwickeln.

Was auch immer die Zukunft bringt, die Online-Kommunikation wird vielseitiger und spannender als jemals zuvor. Erfolgreiche Online-Kommunikation ist die Entwicklung einer einheitlichen Kommunikationsstrategie über alle Kommunikationsschnittstellen eines Unternehmens hinweg. Die große Herausforderung der PR besteht darin, die Vielzahl an neuen Medien und Kanälen zu kennen und nutzen, und das funktioniert nicht in Abgrenzung, sondern nur in der Kombination von Methoden, Strategien und Tools aus allen Kommunikationsdisziplinen.

Content Marketing und Storytelling als neue PR-Trends? DPRG Trendbarometer voller Widersprüche

Die Bedeutung der PR wächst, gleichzeitig werden aber die Budgets nicht aufgestockt. Die klassische Medienarbeit dominiert, während Social Media und mobile Kommunikation aktuell kaum eine Rolle in der PR-Arbeit spielen. Neue Technologien werden von den wenigsten PR-Arbeitern als große Bereicherung oder Vereinfachung der PR-Arbeit angesehen. Gleichzeitig wird Storytelling und Content Marketing von 76% der PR-Verantwortlichen als neuer Trend erkannt. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Honorar- und Trendbarometers 2015 der DPRG. Doch wie passt das zusammen?

Content Marketing, Storytelling und Social Media als neue PR Trends

Content Marketing, Storytelling und Social Media als neue PR Trends

PR ist immer noch klassische Medienarbeit – Wo bleibt die Online-PR?

Das aktuelle Trendbarometer des DPRG ist voller Widersprüche, zeigt aber damit auch deutlich das Dilemma der PR. Über die Hälfte (51,8%) der PR-Verantwortlichen aus Unternehmen und Agenturen geben an, dass die Bedeutung der PR im Vergleich zu anderen Kommunikationsmaßnahmen in Zukunft steigen wird. Gleichzeitig geben knapp die Hälfte der Befragten an, dass die PR-Budgets auf dem gleichen Stand geblieben sind. Die Honorarumsätze beziehen sich nach wie vor verstärkt auf die klassische Medienarbeit (z. B. Pressemitteilungen, Pressekontakte, Pressekooperationen und -konferenzen), während die Social Media und die mobile Kommunikation einen überraschend geringen Stellenwert einnehmen. Verschläft die PR hier einen Trend?

Denn die Realität der schönen neuen Medienwelt sieht bereits ganz anders aus: 79% der Deutschen sind online und verbringen täglich durchschnittlich 166 Minuten im Netz, 50% auch mobil (ARD/ZDF-Onlinestudie 2014). Nur noch 37% der Deutschen informieren sich über Zeitungen, 64% dagegen über das Internet (IFD Allenbach). 18% vertrauen Zeitungen und 37% vertrauen den Online-Medien (Trustbarometer Edelman).

Die wachsende Bedeutung der Online-Medien erfordert ein Umdenken in der Kommunikation. Und, Online-PR ist mehr als klassische Kommunikation über die Online-Medien.

PR und neue Kommunikationstechnologien

Laut DPRG Trendbarometer fühlt sich ein Großteil der befragten PR-Agenturen und Unternehmen nicht ausreichend gewappnet für die neue Medienwelt. Nur 30,5% sehen die neuen Technologien als große Bereicherung Ihrer PR-Arbeit und nur 8,3% sehen darin eine deutliche Vereinfachung der PR-Arbeit. Werden die neuen Medien also eher als Belastung, statt als Bereicherung wahrgenommen oder setzen sich die PR-Arbeiter zu wenig mit den neuen Technologien auseinander?

Content Marketing und Storytelling als neuer Trend in der PR

76% der PR-Verantwortlichen in Unternehmen und Agenturen sehen Content Marketing und Storytelling als wichtigsten Zukunftstrend in der PR. Nun, das wird aber auch Zeit, oder? Schließlich sind beide Buzzwords doch nicht wirklich neu in der PR. Sie wurden doch nur für die Online-Kommunikation neu entdeckt und längst von anderen Online-Kommunikationsdisziplinen übernommen. So entbrannte erst jüngst eine heftige Diskussionen zwischen Vertretern aus der PR und der Werbung um die Vormachtstellung im Content Marketing.

In das gleiche Horn stößt zudem das CMF Content Marketing Forum (ehemals FCP Forum Corporate Publishing), welches mit einer einzelnen Gattung  – dem Corporate Publishing – gleich die Deutungshoheit über inhaltsgetriebene Kommunikation für sich beansprucht.

PR kann Content, keine Frage. Qualifizierte, redaktionelle Inhalte waren schon immer ein Kompetenz-Schwerpunkt der PR-Branche und diese Kompetenz kann die PR im Rahmen einer Content Marketing Strategie auch voll ausschöpfen. Doch Content Marketing findet sich nicht auf der Agenda des DPRG Zukunftsforums. Also doch kein Trend?

PR kann Content, aber auch den richtigen? Mein Eindruck ist, dass viele PRler die Story nach wie vor im Unternehmen suchen. Aber was ist mit den Kunden?

Relevante Inhalte sind die neue Währung im semantischen Web. Aber relevante Inhalte sind Informationen, die die Menschen im Internet auch tatsächlich suchen. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Nur das, was relevant, nützlich und unterhaltsam ist, wird geklickt, gelikt und geteilt.

Der richtige Content passiert also nicht im PR Elfenbeinturm, sondern im Web. Und das geht nicht ohne Social Media und ohne neue Technologien. Die große Herausforderung der Online-PR ist also, den direkten Draht zu den Zielgruppen aufzubauen, um im interaktiven Dialog genau die Inhalte zu entwickeln, die die Online-Community auch wirklich interessieren. Der direkte Draht zum Kunden war bislang eine traditionelle Marketing- und Vertriebsaufgabe. Erfolgreiche Content Marketing Strategien brauchen daher die Zusammenarbeit aller Kommunikatoren eines Unternehmens, die ihre Erfahrungen, ihr Feedback und ihre Ideen teilen und in eine gemeinsame Kommunikationsstrategie einfließen lassen. Symbiose statt Silo – das ist das Erfolgsrezept und die Zukunft der Digitalen Kommunikation.

Wenn die PR also den Supertrend Content Marketing nicht verschlafen will, muss sie sich von der klassischen Medienarbeit lösen. Content Marketing ist nicht nur Storytelling, Content Marketing ist Interaktiver Dialog, Inbound Marketing, Content Distribution, SEO, Social Media und Influencer Relations.

Die Zukunft des digitalen Marktings

Quo vadis, Content Marketing?

Content Strategy und Content Marketing – Buzz oder was?

Content Marketing StrategieWas ist nach all den Jahren aus dem Content Marketing geworden und was ist die Zukunft der Content Strategie? Das diskutiert PR-Fundsachen in der Blogparade zum Content Strategy Camp #cosca15. Was ist also dran an der Content Strategie?

Erst kürzlich entbrannte zwischen Vertretern aus PR und Werbung eine erbitterte Debatte, wer denn die bessere Kompetenz in Sachen Content Marketing und Content Strategie habe. Die Diskussion zeigt doch genau das Dilemma der Kommunikationsbranche: die nach wie vor bestehenden Grenzen und Barrieren zwischen Marketing und PR. Klar, es geht auch um Macht- und Verteilungskämpfe für Verantwortlichkeiten und Budgets. Aber erfolgreiches Content Marketing braucht die Kompetenzen aus allen Kommunikationsbereichen in einer einheitlichen Content Strategie.

Wer kann Content?

PR kann Content, keine Frage. Meine Beobachtung ist jedoch, dass viele PRler immer noch nicht so richtig wissen, wie sie sich zum Thema „Content Marketing“ positionieren sollen, vielleicht weil das Wort „Marketing“ dran steht? Die klassischen Werber verstehen unter Content Marketing oft „Native Advertising“ (früher auch als redaktionelle Werbung bekannt) oder contentoptimierte Facebook und Twitter Ads oder lustige Gewinnspiele oder Videos. Auch die SEO-Branche versucht sich gerade mit Content Marketing neu zu positionieren, meist jedoch mit traditioneller Fokussierung auf die Website eines Unternehmens. Also doch nur alles wie gehabt, nur mit einem anderen Label?

Dabei ist Content Marketing eigentlich eine traditionelle Erfolgsstrategie. Es gibt viele, sehr erfolgreiche Beispiele, die aus dem Zeitalter lange vor der Online-Kommunikation stammen, die aber deutlich machen, worum es im Content Marketing überhaupt geht.

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