Blogparade #sichtbar Online Marketing

7 Tipps & Tools für Dein Online Marketing: So machst Du Dich #sichtbar im Netz

Blogparade #sichtbar Online Marketing

Was sind die besten Online Marketing Strategien, um in Internet #sichtbar zu werden? So lautet das Motto der aktuellen #DMW Digital Media Woman Blogparade. Online Marketing Strategien für ein besseres Online Branding und mehr Sichtbarkeit im Web haben viele Namen: Online Marketing, Online-PR, Content Marketing, Content Seeding, Online Branding, Online Reputation. Doch wie funktioniert das?

Ich stelle hier 7 Tipps vor, wie ich persönlich dabei vorgehe und stelle meine Tools vor, die mich bei meiner Online Marketing Sichtbarkeitsstrategie unterstützen.

Online Marketing Tipp 1: Online Branding durch Content Marketing

Der beste Weg, sich ein positives Image und eine Reputation aufzubauen, ist Content Marketing mit relevante Inhalten. Unabhängig davon, ob Du Deine eigene Person als Marke aufbauen möchtest, oder Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmen: auf die richtigen Inhalte kommt es an.
Content Marketing war von Beginn an auch unsere Online Marketing Strategie, noch lange bevor der Begriff zum neuen Buzzword wurde. Um unser Unternehmen im Internet #sichtbar zu machen, haben wir nützliches Wissen aufbereitet, um Kunden an unsere Online-Dienste heranzuführen. Im Fall unseres Presseverteiler PR-Gateway.de sind es Themen wie: „Tipps für Pressemitteilungen?“, „Welches sind die besten Presseportale?„, „Wie finde ich Inhalte für Pressemitteilungen?“ und vieles mehr.

Aus diesen Themen entwickeln wir viele verschiedene Medienformate: u. a.

Tipp: Verwerte Deine Inhalte mehrfach für verschiedene Medienformate, die Du dann in unterschiedlicher Form und Variation über die verschiedenen Online-Kanäle kommunizieren kannst. Alles andere ist kommunikativer Selbstmord.

 

Online Marketing Tipp 2: Spread the Word durch Content Seeding und Influencer Marketing

Um #sichtbar zu sein, reicht es nicht aus, gute Inhalte nur auf der eigenen Website zu veröffentlichen, denn nur ein Bruchteil der potentiellen Kunden findet den Weg direkt dorthin.

Content Seeding – Sähe Deine Inhalte richtig aus

Content Seeding bedeutet, die Inhalte dorthin zu bringen, wo die potentiellen Kunden sind. Bei der Content Seeding Strategie gilt es, die richtigen Inhalte über verschiedene Medienformate über die vielen verschiedenen Kanäle im Internet zu verbreiten, damit sie von dort aus viral weiterwachsen können. Mit der Veröffentlichung Deiner Inhalte auf vielen verschiedenen Medienkanälen kannst Du die Reichweite und Wahrnehmung für Deine eigenen Themen erhöhen. Der Vorteil der Digitalen Medien ist, dass Du die Inhalte auf vielen Portalen und Plattformen selbst veröffentlichen kannst (Owned Media), andere Veröffentlichungen musst Du Dir erst verdienen (Earned Media), durch Influencer Marketing, Networking und Gastbeiträge. Je mehr Du selbst veröffentlichst und präsenter Du bist, desto höher die Chance, dass Du auch von Medien, Bloggern und anderen Influencern als ExpertIn wargenommen und angesprochen wirst.

Um #sichtbar zu sein, musst Du die Veröffentlichung Deiner Inhalte selbst in die Hand nehmen. Klick um zu Tweeten

Als Owned Media nutze ich unsere Blogs, die Veröffentlichung von Fachbeiträgen auf Presseportalen und Fachportalen, die Soziale Netzwerke, Business-Netzwerke, Bilder- und Video-Netzwerke Experten-Netzwerke sowie Blog- und Medien-Netzwerke.

Gastbeiträge an publiziere ich regelmäßig auf verschiedenen Fachportalen und Fachmedien, indem ich bestimmte Beiträge und Themen vorschlage oder selbst angefragt werde für Interviews, Fachbeiträge, Interviews oder Vorträge.

Influencer Marketing: Netzwerke mit Medienmachern, Bloggern und Social Media Influencern in Deinem Themenumfeld

Neben den Owned Media, die Du selbst und eigenhändig bespielen kannst, ist aber vor allem das Seeding über wichtige Digitale Meinungsmacher und Multiplikatoren, die sogenannten Influencer entscheidend. Das sind wichtige Online-Medien, Blogger und Social Media Influencer, die über Deine Themen schreiben und diskutieren. Wenn Du es schaffst, Deine Inhalte über diese Kanäle zu lancieren, erzielen sie nicht nur eine hohe Reichweite, sondern werden durch den Reputationsfaktor des Influencers zusätzlich „geadelt“.  Somit erhalten sie mehr Überzeugungskraft und eine höheren Viralitätsfaktor.

Ich recherchiere regelmäßig nach aktuellen Beiträgen und Diskussionen in den verschiedenen Medien und Netzwerken. Ich  beteilige mich an Diskussionen und biete Gastbeiträge an. Und so nutze ich die verschiedenen Kanäle:

 

Online Marketing Tipp 3: Rock the Blog

Ein (Corporate) Blogs eignet sich gut als Content Zentrale für die Themen Kommunikation, sowohl für Unternehmen (Corporate Branding) und Produkte (Product Branding), als auch für ein persönliches Branding (Personal Branding), je nachdem, welche Ziele Du verfolgst. Wir betreiben gleich mehrere Blogs, einen zentralen Blog für mein Unternehmen und weitere themen- und zielgruppenspezifische Blogs für die jeweiligen Online-Dienste, die wir anbieten, z.B. PR-Gateway.de, Blog2Social.com oder Influma.com.

Um die Blogbeiträge #sichtbar zu machen, posten wir unsere Blog-Inhalte auch in Form von Online-Pressemitteilungen auf Presseportalen und Fachportalen, wir beteiligen uns an Blogparaden, um uns mit anderen Fachblogs zu vernetzen und vor allem nutzen wir die verschiedenen Social Media Netzwerke, um unsere Blogbeiträge weit zu verbreiten:

 

Online Marketing Tipp 4: Nutze die Social Media als Digitale Außenposten

Die bunte Welt der Social Media bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, Dich selbst und Deine Inhalte zu positionieren und damit von der Reichweite der Netzwerke zu profitieren. Nicht nur die großen Sozialen Netzwerke, sondern auch Blog-Netzwerke, Bilder-Netzwerke und Dokumenten-Portale bieten ganz viele unterschiedliche Möglichkeiten für das Personal Branding (über persönliche Profile) und das Corporate Branding für Unternehmen und Produkte. Die verschiedenen Portale und Netzwerke bieten uns vor allem neue Möglichkeiten, um zahlreiche Fundstellen im Internet für unsere Inhalte und Botschaften zu schaffen. Hier eine Auswahl der Netzwerke auf denen ich vertreten bin und wie wir diese nutzen. Ich freu mich auch, wenn Ihr Euch mit mir verlinkt.

Soziale Netzwerke:

Meine Blogbeiträge poste ich regelmäßig und zeitversetzt sowohl auf meinen persönlichen Profilen, als auch auf den Unternehmens-Seiten bzw. Produkt oder Fokus-Seiten, in unseren eigenen Gruppen und in ausgewählten Diskussionsforen und Gruppen der Sozialen Netzwerke und der Business-Netzwerke.

Beispiel:

Online Marketing Profil Melanie Tamble Twitter

Online Marketing Twitter Profil Melanie Tamblé

Business-Netzwerke:

Beispiel:

Online Marketing Profil Melanie Tamble XING

Online Marketing Profil Melanie Tamble XING

Bilder- und Video Netzwerke:

Die Bilder-Netzwerke sind nicht zu unterschätzen, sowohl für das Personal Branding, als auch für das Corporate Branding. Hier kannst Du Fotos, Grafiken und Infografiken posten. Da die Bildersuche auch bei Google eine große Rolle spielt, ist die Veröffentlichung in den Bilder-Netzwerken auch ein wichtiger Baustein für die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit in den Suchmaschienen. Achte darauf, Deine Bilder immer mit entsprechenden #Hashtags und Keywords zu bezeichnen, damit die Bilder auch bei der Schlagwortsuche in den Suchmaschinen zu finden sind.

Beispiel:

Online Marketing Pinterest Profil Melanie Tamble

Online Marketing Pinterest Profil Melanie Tamble

Blog- und Medien Netzwerke:

In den Blog- und Medien-Netzwerken kannst Du Deine Blog und Fachbeiträge veröffentlichen, um Dich mit anderen Bloggern. Influencern und Medienmachern zu vernetzen und Deinen Beiträgen so eine noch größere Reichweite zu geben.

Beispiel:

Online Marketing torial Profil Melanie Tamble

Online Marketing torial Profil Melanie Tamble

 

Dokumenten-Netzwerke:

Die Content oder Dokumenten-Netzwerke kannst Du speziell nutzen, um Pressemitteilungen, Whitepapers, Präsentationen, Infografiken, Broschüren oder Flyer.

Beispiel:

Online Marketing Profil Adenion Slideshare

Online Marketing Profil Adenion Slideshare

Weitere Personal Branding Netzwerke:

Beispiel:

Online Marketing Aboutme Profil Melanie Tamble

Online Marketing Aboutme Profil Melanie Tamble

Online Marketing Tipp 5: Positioniere Dich in Experten-Netzwerken

Es gibt im Web mittlerweile zahlreiche Experten-Netzwerke, in denen Du Deine Inhalte veröffentlichen und so Dein Branding als Experte stärken kannst.
Hier eine Auswahl von Portalen, auf denen ich vertreten bin:

Beispiel:

Online-Marketing-Expert Site Profil Melanie Tamble

Online Marketing Tipp 6: Schreibe Gastbeiträge für Fachmedien und Fachportale

Ich schreibe regelmäßig für verschiedene Fachmedien und Portale. Für einige Fachportale habe ich einen festen Autorenvertrag und schreibe regelmäßig, für andere auf Anfrage oder Angebot von mir. Hier einige Beispiele:

 

7 Online Marketing Tools, die Dich dabei unterstützen, Dich im Internet #sichtbar zu machen

1. Rock your Blog mit Blog2Social.com

Mit dem WordPress Plugin Blog2Social.com teile ich meine Blogbeiträge direkt vom Blog aus auf meinen Social Media Kanälen: Twitter, Facebook (Profil + Business Page + Produktseiten), Google+ (Profil + Unternehmensseite + Produktseiten + Groups), XING (Profil + Unternehmensseite + Gruppen), LinkedIn (Profil + Unternehmensseite + Fokusseiten), Tumblr, Torial, Medium, Diigo sowie die Bilder mit Text bzw. Teaser auf den Bilder-Netzwerken Instagram, Pinterest und Flickr.
Über ein Dasboard kann ich die Postings in einem Arbeitsschritt für die jeweiligen Netzwerke individuell anpassen und zeitversetzt planen. Die Veröffentlichung funktioniert dann komplett automatisiert nach meinen Zeitvorgaben. Über die Zeitsteuerung bei der Versandplanung kann ich den jeweils besten Zeitpunkt für die Veröffentlichung auf den verschiedenen Social Media Kanälen bestimmen und ich kann für das Posten auf mehreren Kanälen innerhalb eines Netzwerkes ( Profil, Seiten und Gruppen )  dafür sorgen, dass die Beiträge nicht alle zeitgleich, sondern mit verschiedenen Kommentaren zeitversetzt im Netzwerk erscheinen. So erhöhe ich die Chance auf mehr Impact für den einzelnen Beitrag.

2. Automatisiertes Crossposting auf Social Media mit CM-Gateway.de

Das Social Media Management Tool CM-Gateway.de funktioniert ähnlich wie Blog2Social, nur unabhängig vom Blog. Mit dem Online-Tool kann ich beliebige Inhalte, Links, Kommentare Bilder und Dokumente auf meinen Social Media Kanälen teilen, ebenfalls individualisiert und zeitversetzt. Mit diesem Tool teile ich meine externen Veröffentlichungen von den Earned Media auf meinen Social Media Kanälen oder andere Inhalte, die ich über mehrere Kanäle kuratieren möchte. Außderdem nutze ich das Tool, um Bilder und Dokumente parallel über mehrere Social Media Kanäle und Dokumenten-Netzwerke zu teilen. Auch das erspart den manuellen Erfassungsaufwand für die einzelnen Netzwerke.

3. Mehr Veröffentlichungen über PR-Gateway.de

Der Presseverteiler PR-Gateway.de verteilt Pressemitteilungen an über 250 Presseportale, sowie Fach- und Themenportale im Internet. Wir nutzen das Format der Online-Pressemitteilung, um unsere Blog- und Fachbeiträge auf vielen verschiedenen Portalen zu verteilen. Das sorgt für ein gutes Grundrauschen und den Aufbau vieler verschiedener Fundstellen in den Suchmaschinen. Auch qualifizierte Fachportale aus unserem Owned Media Portfolio sind an PR-Gateway angeschlossen, zum Beispiel , so dass ich mir auch hierfür die manuelle Erfassung der Beiträge auf den einzelnen Portalen erspare.

4. Sind Deine Texte fit fürs Internet? Die SEO Textanalyse

Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Egal, ob wir eine Pressemitteilung oder einen Beitrag für einen Blog, eine Publikation oder die Social Media schreiben, eine wichtige Voraussetzung für die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit Deiner Inhalte im Internet, ist nicht nur der Inhalt an sich, sondern die Relevanz für Leser und Suchmaschinen. Relevant für den Leser sind Deine Inhalte, wenn sie interessant sind, relevant für die Suchmaschinen sind die Texte dann, wenn sie redaktionell gut strukturiert und so geschrieben sind, dass Deine Leser sie auch finden können. Mit dem kostenlosen Textanalyse Tool testen wir unsere Texte auf Lesbarkeit und Lesedauer, Satzlänge und Satzaufbau, Füllwörter, Modalverben, Phrasen und Fremdwörter sowie Keywords und Links. Mit dem WordPress Plugin Yoast prüfen wir unsere Blogteste außerdem noch auf die wichtigsten SEO Kriterien, Fokus-Keywords und Metatexte.

5. Content und Influencer Recherche über Influma und Alert Tools

Wer schreibt und diskutiert über Deine Themen? Wer hat welchen Einfluss? Das können Blogs sein, aber auch Themen- und Fachportale. Der sicherste Weg für die Influencer Recherche ist eine thematische Suche: Erstelle ein Keyword-Portfolio für die wichtigsten Suchbegriffe zu Deinen Themen. Nutze für die Themenrecherche Suchmaschinen, Blogverzeichnisse, die Social Media oder spezielle Influencer Tools. Wir nutzen Influma.com, Google Alerts und XIapp.de für XING, um aktuelle Beiträge aus dem Internet, der Social Media Welt und der Blogosphäre zu finden. Wir nutzen diese Fundstellen, um diese zu kommentieren oder uns an Diskussionen zu beteiligen. Zusätzlich vernetze ich mich mit den Autoren und ich speichere und monitore diese Influencer, um diese später für die entsprechenden Themenaufhänger abrufen zu können. Auch das mache ich mit Influma.com.

6. Kein Personal Branding ohne Image – kein Image ohne Bild

Ohne eine ausgeprägte Bildsprache funktioniert heute gar nichts mehr, vor allem nicht in den Social Media. So veröffentlichen wir auch keinen Blogbeitrag, keine Pressemitteilung und auch keinen Fachartikel mehr ohne Bild. Manchmal genügt ein Screenshot, einfache Grafiken und Infografiken erstellen wir mit Canva, Easily oder Pictochart. Komplexere Inhalte kommunizieren wir über Videos und Webinare und die erstellen wir mit Google Hangouts, Edudip und Powtoon.

7. Redaktionsplanung

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, eine Veröffentlichung keinen Erfolg. #Sichtbarkeit im Netz braucht eine regelmäßige und kontinuierliche Veröffentlichung und Kommunikation und dafür braucht es eine gute Planung.

Für die redaktionelle Abstimmung und Planung nutzen wir Trello. Für die kalendarische Veröffentlichungsplanung der Beiträge auf den verschiedenen Portalen nutzen wir den Google Kalender. So lassen sich saisonale Themen rechtzeitig aufgreifen und über das Jahr hinweg planen. Die zeitliche Steuerung der Veröffentlichungen unserer Blogbeiträge und Medienveröffentlichungen über die Social Media planen und automatisieren wir mit Blog2Social bzw. CM-Gateway.

Fazit: 

So wirst Du im Netz sichtbar

 

Es gibt kein einfaches Rezept oder ein Zauber Tool, um sich im Internet sichtbar zu machen, dafür aber stehen uns heute sehr viele Medien zur Verfügung, die sich für die #Sichtbarkeitsstrategie nutzen lassen.

Die Formel lautet also:

Content Marketing + Content Seeding + Influencer Marketing = #sichtbar Klick um zu Tweeten
Entscheidend sind die Inhalte, viele verschiedene Medienformate (Content Marketing) und ein breitgefächertes Portfolio an Medienkanälen (Content Seeding). So lassen sich die eigenen Inhalte, teils eigenständig, teils durch Kooperationen und Networking (Influencer Marketing) über viele verschiedene Medien und Kanäle verbreiten.

Mehr Tipps zur Sichtbarkeitsstrategie findet Ihr im kostenlosen Leitfaden: Veröffentlichen im Internet

rpTEN

Best of re:publica / #rpTEN

Die besten re:publica Vorträge zu PR- und Marketingthemen

re:publica TEN

©re:publica 2016

 

In der vergangenen Woche traf sich das Internet wieder einmal auf einer Konferenz, um seine Strukturen, Potentiale, Probleme und Trends zu besprechen. Auf der zehnten re:publica diskutierten Netzaktivisten, Medienmenschen, Blogger und andere digital Interessierte über das Internet von Morgen. Wie immer gab es dabei eine Vielzahl spannender und zum Teil kontrovers diskutierter Vorträge. Von Sascha Lobos traditioneller Beschimpfung der Netzgemeinde und des Status Quo über zahlreiche Sessions zu Überwachung bis zum Trendthema Snapchat wurden auf der re:publica und der Schwesterkonferenz media convention alle wichtigen Ecken des Digitalen ausgeleuchtet.

Für alle Daheimgebliebenen, die sich außer den üblichen Verdächtigen wie Lobo auch noch andere Beiträge nachträglich auf Youtube ansehen wollen, haben wir ein persönliches best of zu Trends und Diskussionen zusammengestellt, die für die Online-PR und Influencer- sowie Content Marketing relevant sind.

Das digitale Quartett ist inzwischen eine dauerhafte Einrichtung der re:publica: Jedes Jahr diskutieren unterschiedliche Gäste über vorher nicht festgelegte Themen und daraus entsteht nicht selten eine spannende Gesprächsrunde. Obwohl es für die Runde auch in diesem Jahr kein Dachthema gab, beschäftigen sich das digitale Quartett und seine Gäste schwerpunktmäßig mit den Chancen und Entwicklungen von Youtube, Twitter und Snapchat.

Auch ein aktuelles Thema ist das Potenzial von Virtual reality. Anna Rojahn beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit einem noch wenig behandelten Aspekt dieser medialen Möglichkeit: Mit den Chancen, die virtual reality für branding und damit für das Marketing bietet.

Influencer Marketing über Product Placement in Webvideos ist ein Thema, über das die Meinungen auseinander gehen. Auf der einen Seite bieten sie eine effiziente Möglichkeit, eine junge Zielgruppe für ein Produkt zu begeistern, auf der anderen Seite werden immer häufiger strengere Regeln zur Kenntlichmachung solcher Product Placements gefordert. Auch auf der media convention war diese Form des Influencer Marketings deshalb ein Thema.

Welche Rolle spielt Authentizität für Social Media? Kann ein Inhalt, der von den Nutzern nicht als authentisch angesehen wird, auch erfolgreich sein? Und wie authentisch sind angeblich „echte“ und „persönliche“ Social Media Beiträge wirklich?
Mit Schein und Sein auf Snapchat, Instragram und Co. beschäftigt sich diese Gesprächsrunde moderiert von Cristoph Krachten.

Dass die Digitalisierung die Arbeitswelt nachhaltig verändern wird, steht fest. Wie ein Unternehmen aber erfolgreich digitalisiert werden kann, erklärt Ulrich Irnich in seinem Vortrag „Make it simple! – Strukturen schaffen für die Arbeit 4.0“

Snapchat war mit Sicherheit eines der größten Themen der diesjährigen re:publica und überhaupt scheint das ganze Netz sich zu fragen, wie man Snapchat erfolgreich auch im Marketing nutzbar machen kann? Noch ist Snapchat für die meisten aber ein Mysterium, also warum sich das – im Moment noch hauptsächlich von Jugendlichen genutzte – Medium nicht von einem Experten aus der Zielgruppe erklären lassen? Ein Teenager erklärt Snapchat, seine Funktionen und seinen Sinn.

Natürlich gab es auf #rpTEN und media convention noch eine Vielzahl weiterer interessanter Vorträge. Einige von ihnen sind auf dem offiziellen Youtube Channel der re:publica genauso abrufbar, wie Sessions aus den vorangegangenen Jahren.

Schlüssel Content Marketing

Content Marketing funktioniert

Seit Tagen geistert eine Diskussion durch’s Netz: Ist Content Marketing eine Lüge? Thomas Strerath von Jung van Matt hat die steile These in seinem Artikel auf wuv.de aufgestellt. Und der ganze Rest hat sich drauf gestürzt. Zuletzt Matthias Schrader von Sinner Schrader in seiner Replik, ebenfalls auf wuv.de.
Also: Ist Content Marketing eine Lüge, ist es vielleicht immer schon ein schöner Schein gewesen, der viele Agenturen mit ausufernden Kampagnen reich gemacht hat?

Schlüssel Content Marketing

Meine Erfahrung ist da eine andere.
Entlarfend allein schon ist, wie Bernhard Fischer-Appelt in seiner Replik feststellt, dass Thomas Strerath selbst die Sau durch’s Dorf treibt, die er schlachten möchte und mit provokantem Content auf sich und sein Unternehmen aufmerksam macht und sich als Impulsgeber und Experte im Werbesegment positioniert – Content Marketing par excellence.

Dampfen wir den Ansatz mal runter und schauen, was Content Marketing ist bzw. im besten Falle sein kann: Mit. Content. Marketing. machen.
Es ist ein – wie ich finde gut funktionierender – Weg, die eigenen Angebote am Markt zu platzieren und potenzielle Kunden für sich zu interessieren.
Nicht mehr, nicht weniger.
Content Marketing: Mit. Content. Marketing. machen. Klick um zu Tweeten

Content Marketing macht mich unabhängiger

Ich brauche kein astronomisches Budget, um Content Marketing zu machen. Ich brauche Themen und etwas Zeit. Geschenkt: Kreativität und Talent zum Schreiben gehört auch dazu und wird mit der zunehmenden Menge an Content immer wichtiger.
In dem Maße, in dem sich die Verfügbarkeit von CMS-Lösungen verbessert und die Möglichkeiten, den eigenen Content über Blogs, Social Media etc. zu platzieren, zunehmen, in dem Maße machen sich Unternehmen unabhängig von klassischer Werbung und entwickeln neue Wege, sich bekannt zu machen und ein Image aufzubauen.

Diese neuen Möglichkeiten von Vermarktung stellen klassische Werbeagenturen natürlich vor Herausforderungen. Weniger, was die kleinen und mittleren Unternehmen angeht. Die waren auch in der Vergangenheit selten ein wichtiges Kundensegment für große Agenturen. Die Herausforderung erwächst daraus, dass mit dem Content Marketing die Effektivität von klassischer Werbung abnimmt und gleichzeitig das Image von Marken und Unternehmen durch andere Faktoren beeinflusst wird als einem reinen Storytelling im Sinne eines witzigen Filmchens. Darauf reagieren auch die „Großen“, die längst die Methoden des Content Marketings nutzen und ausbauen.

Content Marketing damals und heute

Um meinen Standpunkt zu illustrieren, gehe ich einmal weit zurück in die Zeit vor dem Web 1.0: Dr. Oetker. In jedem guten Haushalt war das Dr. Oetker Backbuch zu finden und wohl die meisten haben von den leckeren Kuchen profitiert, die Dank der gut erprobten und leicht nach zu backenden Rezepte entstanden. So sind wir wahrscheinlich auch alle mit Backin in Berührung gekommen: Das Backpulver von Dr. Oetker, das zufällig den Kuchen zum Erlebnis machte.

Heute, mitten im digitalen Kommunikationszeitalter backen wir nach anderen Rezepten. Wir holen uns Inspirationen aus Blogs und Youtube und folgen den Tipps unserer Alltags-Helden, die uns erklären, wie Schminken, Kochen, Heimwerken etc. funktioniert. Dabei haben diese Protagonistinnen und Protagonisten gerne die Helferlein werbender Unternehmen zur Hand.
Immer mehr bleibt die eigentliche Botschaft dieser neuen Tippgeberinnen und Tippgeber aber auch komplett frei von Produktnennungen. Aber mal hier, mal dort, mal explizit, mal im Nebensatz, nennen sie ihre Favoriten, z.B. eine bestimmte Marke, ein bestimmtes Produkt, das eben besonders gut funktioniert.

Auch Unternehmen berichten gar nicht mehr über ihr Produkt, sondern geben Hilfestellung in bestimmten, dem Angebot nahe liegenden, Fragestellungen. So nutzen sie einen Mechanismus, den es im Vertrieb schon immer gab:
Wir mögen Dinge, die Leute mögen, die wir mögen, weil sie uns mögen.
Wir mögen Dinge, die Leute mögen, die wir mögen, weil sie uns mögen. Klick um zu Tweeten
Als Kunde frage ich danach, was Menschen empfehlen, die ich schätze. Diese Menschen schätze ich, weil sie nett zu mir sind oder sogar schon einmal geholfen haben.

Bleibt der letzte Teilsatz: „[…] weil sie uns mögen.“ Diese Menschen haben uns geholfen, ohne etwas dafür zu verlangen. Niemand hat z.B. Generali gezwungen, Alltagstipps zu veröffentlichen, z.B. rund ums sichere Grillen. Das ist nett, zumal ich weder etwas bezahlen noch meine Daten hergeben muss, um diese Tipps zu erhalten.
Wenn dann im letzten Absatz des besagten Servicetipps zum Grillen der Sinn einer Hausrats-versicherung (wenn das Grillen dann doch mal schiefgeht) kommuniziert wird, ist das weder platt noch aufdringlich. Es ist eher folgerichtig.

Das verstehe ich unter Content Marketing, das funktioniert.

Content Seeding

Content Seeding oder Erfolgreich Bloggen ohne Blog

Content SeedingSind Blogs überhaupt noch uptodate oder längt out? Was zeichnet einen erfolgreichen Blogger aus? In der #Blogparade von Meike Leopold „Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog“ stellt Meike genau diese Fragen zur Diskussion. Erfolgreich bloggen, ohne Blog – geht das? Aber was bedeutet eigentlich „Bloggen“. Streng genommen sind Blogger nichts anderes als Redakteure 2.0, die redaktionelle Inhalte im Internet veröffentlichen. Und, genau wie ein Redakteur muss sich ein Blogger nicht zwangsläufig über ein bestimmtes Medium, respektive einen Blog definieren. Insgesamt sind die Grenzen zwischen Bloggern, Redakteuren, Fach- und Hobby Autoren und Journalisten doch sehr fließend, auch wenn die traditionelle Journalisten-Zunft das nicht gerne hört. Im Zentrum des erfolgreichen „Bloggens“ steht also nicht das Medium Blog, sondern der gebloggte Inhalt.

Doch komme ich zur ersten Frage: Sind Blogs überhaupt noch uptodate? Ich würde sagen, Blogs sind längst nicht out, aber Blogs sind auch nicht alles. So thematisiert auch Klaus Eck in seinem Beitrag „Corporate Blogs sind im Content Marketing nicht alles“. Ein Corporate Blog kann immer nur ein Instrument der Content Marketing Strategie sein, oder besser gesagt, ein Kanal. Ein Corporate Blog kann durchaus die Content Zentrale eines Unternehmens sein, doch das macht einen Corporate Blog noch lange nicht erfolgreich.

Laut des Technorati Digital Influence Reports sind 86% der wichtigen Influencer aktive Blogger. Doch Blogger sind schon längst nicht mehr nur auf ihren Blogs zu finden. 92% der Blogger sind vor allem auf Facebook und Co. unterwegs, um dort ihre Themen zu kommunizieren und sich mit anderen zu vernetzen. Damit halte ich es auch mit Kerstin Hoffmann und Johannes Lenz, dass es (Nur) Blogger eigentlich gar nicht mehr gibt. So hat sich auch das Thema Blogger Relations zum Influencer Marketing entwickelt.

Also, kurz und gut: Man braucht keinen eigenen Blog, um erfolgreich zu bloggen. Und erfolgreiche Blogger bloggen nicht nur auf Blogs. Video Blogger bloggen auf  YouTube, Foto Blogger auf Instagram. Aus diesen Bloggern sind auch YouTuber und Instagramer geworden. Wer trotzdem noch traditionell bloggen möchte, kann auch „fremdbloggen“, zum Beispiel als Gastblogger auf anderen Blogs, über Netzwerke und Redaktionsmedien wie Tumblr, Torial, Medium, Pulse, Experto oder Huffington Post. Beim erfolgreichen Bloggen geht es also nicht um den Blog, sondern um den Inhalt.

Erfolgreiches Bloggen braucht einzigartige Inhalte und ein weitreichendes Netzwerk von Kanälen Klick um zu Tweeten

Erst kommt der Inhalt, dann der Kanal

Für eine erfolgreiche Content Marketing Strategie, braucht man vor allem relevante Inhalte und Themen. Als Zweites braucht man passende Medienformate, über die man diese Themen und Inhalte kommuniziert: Texte, Bilder, Dokumente oder Videos. Und als Drittes folgen die Kanäle, über die sich diese Texte, Bilder, Dokumente und Videos am besten kommunizieren und verbreiten lassen.

3 Schritte zu einer Content Marketing Strategie

Content Distribution und Seeding – Inhalte richtig aussäen

Erfolgreiches Bloggen zeichnet sich also primär über den aus, aber gute Inhalte führen nicht automatisch zum Erfolg. Vielmehr müssen Sie verbreitet werden. Und dafür muss jeder Blogger, egal, ob mit oder ohne eigenen Blog, die Blogosphäre verlassen. Der Erfolg einer Content Strategie steht und fällt mit der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit, denn auch die besten Inhalte verbreiten sich nicht von alleine.

Content Seeding bedeutet übersetzt, das gezielte Aussähen von Inhalten im Internet. Prinzipiell ist Content Seeding keine neue Strategie. Sie knüpft vielmehr an altbekannte Public Relations Konzepte an, Inhalte über Medienmittler zu lancieren, um sie damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Prinzip des Content Seedings in der Digitalen Welt fußt zwar auf dem gleichen Konzept und folgt auch einer ähnlichen Strategie, funktioniert aber dennoch anders.

 

Distribution über Owned Media

Der Vorteil der Digitalen Medien ist, dass sich auf vielen Portalen und Plattformen Inhalte eigenhändig veröffentlichen lassen. Zu diesen sogenannten Owned Media zählen neben der eigenen Website und dem (Corporate) Blog, Presseportale, Experten-Netzwerke, Dokumentenportale und die ganze Welt der Social Media. Das sind alles Kanäle, die wir selbst und eigenhändig mit Inhalten füllen können. Dort lassen sich also unsere Inhalte nach belieben veröffentlichen, ob in ganzen Beiträgen oder geteasert mit Link zur Website oder zum Blog.

Seeding über Earned Media

Die beste Form des Content Seedings ist es, sich als Experte zu einem Thema im Internet weitreichend zu präsentieren. Dafür bieten sich Gastbeträge auf Fachportalen an, die Teilnahme an Diskussionen auf Frageportalen, in Foren oder auf den Social Media. Ob diese Beiträge angekommen und veröffentlicht werden, ob die Leser mit diesen Beiträgen interagieren, die Beiträge kommentieren, liken oder teilen, hängt von den Inhalten ab, daher Earned Media (Veröffentlichungskanäle, die ich mir erst verdienen muss).

Mythos Duplicate Content

Im Zusammenhang mit Content Distribution und Content Seeding fällt auch immer wieder der Begriff Duplicate Content. Auch Klaus Eck greift dieses Thema in seinem Beitrag auf und warnt davor, gleiche Inhalte auf verschiedenen Portalen zu veröffentlichen. Diese These stammt jedoch aus einem missverstandenen SEO-Konzept. Google selbst hat in den letzten Jahren immer wieder versucht, diesen Mythos zu entmystifizieren. „Duplicate Content won’t hurt you, I wouldn’t stress all about that“ (Duplicate Content schadet Ihnen nicht, ich würde mir keine Gedanken darum machen), sagt Matt Cutts, Googles oberster Spam Wächter. „For the most part people care about the quality of the content. (Menschen interessiert doch in erster Linie die Qualität der Inhalte).“  Und genau das ist es, worum es Google geht: Das, was Menschen interessiert, wird auch von den Suchmaschinen als relevant beurteilt. Dabei spielt es keine Rolle, wo und wie oft ein Inhalt vorkommt. Allein die Presse- und Nachrichtenportale und die Social Media führen den Mythos Duplicate Content ad absurdum. Bei Nachrichten galt schon immer: je wichtiger eine Nachricht, desto weitreichender wird sie – auch gleichlautend – publiziert. Bei den Social Media gilt: je relevanter ein Post, desto häufiger wird er geteilt = dupliziert. Und das honoriert auch Google.

Nur das, was Menschen suchen, kann auch gefunden werden. Nur das, was Menschen suchen, wird auch weit oben in den Suchmaschinen angezeigt. Wenn Inhalte uninteressant und qualitativ minderwertig sind, dann hilft es auch nicht, diese Inhalte immer wieder umzuschreiben, um daraus „einmalige“ Texte („unique content“) zu generieren. Aber relevante, nützliche und unterhaltsame, also „einzigartige“ Inhalte dürfen auch mehrfach publiziert werden, umso höher ist die Chance, dass sie überhaupt gefunden werden. Insbesondere dann, wenn man keinen eigenen Blog hat, spielt die weitreichende Verbreitung über viele verschiedene Kanäle eine besonders große Rolle.

Seeding, Networking und Influencer Marketing

Erfolgreiches Seeding funktioniert nicht ohne eine entsprechende Vernetzung mit anderen Bloggern und einflussreichen Influencern. Wer die eigenen Inhalte zur Interaktion bringen möchte, sollte auch mit anderen Inhalten interagieren. Eine Vernetzung mit anderen Bloggern und Social Media Akteuren, die zu ähnlichen Themen bloggen und diskutieren, hilft dabei, mehr Aufmerksamkeit für die eigenen Inhalte zu generieren. Auch Blogparaden helfen dabei, ein Netzwerk von Touchpoints für die eigenen Beiträge aufzubauen. Und auch hier gilt: Nur relevante Inhalte werden gelesen, geikt und geteilt.

Fazit: Erfolgreiches Bloggen braucht einzigartige Inhalte und ein weitreichendes Netzwerk von Kanälen

Für die Seeding Strategie gilt also: Wenn Inhalte wirklich interessant und spannend sind und einen „einzigartigen“ Mehrwert für die Leser haben, dann sollten sie auch weitreichend veröffentlicht und vernetzt werden. Im besten Fall werden sie zum Selbstläufer und verbreiten sich viral weiter.

Veröffentlichen im Internet

 

Mehr zum Thema Distribution und Seeding im kostenlosen Leitfaden „Veröffentlichen im Internet

 

 

 

 

Ist Content Marketing gescheitert

Ist Content Marketing gescheitert? Thomas Strerath, Jung von Matt und die Content Marketing Lüge

Ist Content Marketing gescheitertContent Marketing scheint nach wie vor ein Begriff voller Missverständnisse zu sein. Nicht anders erklärt sich, warum Thomas Strerath, CEO einer der renommierten Werbeagenturen nicht viel von Content Marketing hält. So kommentiert er in einem aktuellen Beitrag in der W&V, warum das Konzept Content Marketing nicht funktioniert. Genauso gut könnte man sagen, Social Media funktioniert nicht. Auch kann ich dieses Gerede um Buzzwords und Neue Schläuche nicht mehr hören. Wer aber Content Marketing tatsächlich für einen neuen oder gar für einen vorübergehenden Trend im Marketing hält, hat Content Marketing komplett falsch verstanden. 

Content Marketing ist keine neue Strategie, sondern eine Einstellung. Klick um zu Tweeten.

Content Marketing oder eine Geschichte voller Missverständnisse

Content Marketing ist weder eine PR- noch eine Werbestrategie, noch ist es neu. Content Marketing ist ein ganzheitliches Kommunikationskonzept, das auch nur in der Gesamtheit der Kommunikation über das Unternehmen glaubwürdig funktionieren kann. Und doch versteht jeder etwas anderes darunter. Viele PRler wissen immer noch nicht so richtig, wie sie sich zum Thema „Content Marketing“ positionieren sollen, vielleicht weil das Wort „Marketing“ dran steht? Die klassischen Werber verstehen unter Content Marketing oft „Native Advertising“ (früher auch als redaktionelle Werbung bekannt), lustige Video-Kampagnen oder contentoptimierte Facebook und Twitter Ads. Auch die SEO-Branche versucht sich gerade mit dem Trendbegriff Content Marketing neu zu positionieren, meist jedoch mit traditioneller Fokussierung auf die Website eines Unternehmens. Also, doch nur alles wie gehabt, nur mit einem anderen Label?

Das behauptet zumindest Thomas Strerath. Ich stimme zu, dass vieles, was früher unter dem Deckmantel von PR oder Werbung lief, heute einfach mit Content Marketing betitelt wird. So benannte sich erst im letzte Jahr das Forum Corporate Publishing in „Content Marketing Forum“ um und beanspruchte damit im gleichen Atemzug sogleich die Deutungshoheit für inhaltsgetriebene Kommunikation. Zugleich entbrannte damit ein Kompetenzstreit zwischen renommierten Vertretern aus PR und Marketing, der über Wochen durch die Fachgazetten tobte. Das jedoch macht Content Marketing aber weder erfolgreich noch obsolet.

Gleiches gilt aber auch für die Kampagnen, die Thomas Sterath hier auflistet. Viele dieser Fallbeispiele sind im Grunde nichts anderes als neuartige Werbekonzepte, die jetzt als Content Marketing Kampagnen verkauft werden. Ein Supergeil Video von Edeka ist kein Content Marketing!

Content Marketing ist keine Kampagne und auch kein neuer Trend, sondern eine logische Konsequenz aus der Emanzipation der Verbraucher und der Demokratisierung des Internets. Traditionelle Werbestrategien funktionieren nicht mehr. Nur relevante Inhalte werden gelesen, geklickt und geteilt. Klick um zu Tweeten Doch Relevanz erschöpft sich nicht in spaßigen, viralen Video-Kampagnen. Solche Kampagnen können nur einen kurzfristigen Sturm auslösen, führen aber nicht zwangsläufig zu einem langfristigen Erfolg.

Aber gescheiterte Kampagnen sind kein Beweis dafür, dass Content Marketing nicht funktioniert. Vielmehr sind sie ein Beweis dafür, das Content Marketing falsch verstanden und falsch umgesetzt wurde. Worum geht es beim Content Marketing überhaupt?

Content Marketing – ein Erfolgskonzept mit Tradition

Fakt ist, das Konzept des Content Marketings ist wirklich nicht neu, sondern eine traditionelle Erfolgsstrategie. Der Guide Michelin ist sicherlich sogar eines der ersten Referenzbeispiele für gelungenes Content Marketing, das aus dem Zeitalter lange vor der Online-Kommunikation stammt. Das Beispiel macht vor allem deutlich, worum es im Content Marketing überhaupt geht. Es zeigt die geschickte Verbindung von PR-, Marketing- und Vertriebszielen in einem einzigen Kommunikationsinstrument: Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit (PR), Markenaufbau und Vertrauen in die Marke (Marketing) und Erhöhung des Produktabsatzes (Vertrieb).

Ein Jahr nach der ersten Tour de France für Autos und rechtzeitig zur Pariser Weltausstellung von 1900 erschien der erste Michelin Führer. Inhalt waren Tipps für Ausflugs- und Reiseziele mit dem Auto. Dieses Büchlein wurde kostenlos an Autofahrer verteilt. Der Michelin Führer war ein großer Erfolg, denn es gab zu dieser Zeit noch keine Reiseführer und Straßenkarten, wie wir sie heute kennen. Der Michelin Führer bot also nützliche Inhalte, welche genau den Bedarf der Zielgruppe erfüllten. Aber auch das Unternehmensziel wurde erfüllt. Mit den nützlichen Reisetipps wollte man die Autofahrer zu mehr Bewegung auf den Rädern motivieren, welches zwangsläufig auch zu einer höheren Abnutzung der Räder führt und damit zu mehr Umsatz beim Verkauf der Michelin Reifen.

Die Kunst im Content Marketing ist es, die Kunden genau bei den Themen abzuholen, die für sie wirklich relevant, nützlich und drängend sind. Michelin hat das erkannt. Das Auto war damals noch ein Luxusgut. Es gab weder Straßenkarten, noch eine ausgebaute Infrastruktur. Es fehlten auch Informationen über lohnenswerte Ausflugs- oder Reiseziele. Michelin nutze genau diesen „Mangel“ und entwickelte mit dem Michelin Führer einen relevanten, nützlichen und unterhaltsamen Content für die Zielgruppe. Eine solche Strategie erfordert eine genaue Kenntnis der Problemstellungen und ein „Hineindenken“ in die Zielgruppe.

Perspektivenwechsel und Kundenzentrierung – das Erfolgsrezept des digitalen Content Marketing

Bei der digitalen Strategie gilt umso mehr: relevante Inhalte sind Informationen, die die Menschen im Internet auch tatsächlich suchen. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Nur das, was relevant ist, wird geklickt, gelikt und geteilt. Nur Unternehmen, die es schaffen, sich konsequent auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzustellen, werden zukünftig noch als relevant wahrgenommen.

Content Marketing Perspektivenwechsel

Doch wie entwickelt man relevante Inhalte? Nicht in PR- und Marketing-Meetings, nicht in der Entwicklung von viralen Kampagnen, sondern im direkten Austausch mit dem Kunden. Der direkte Draht zum Kunden ist bislang eine traditionelle Marketing- und Vertriebsaufgabe. Doch auch der Kundenservice und Support spielen eine wichtige Rolle, denn das direkte Kundenfeedback, Probleme und Beschwerden landen meist hier. Über die Social Media Kanäle, über Blogs und Foren beschweren, fragen und diskutieren Kunden.

Nur aus der konsequenten Kundenzentrierung der gesamten Unternehmenskommunikation lassen sich relevante Inhalte generieren und in erfolgreiche Content Marketing Konzepte umsetzen.

Mehr Informationen und Tipps zur Entwicklung einer Content Marketing Strategie im kostenlosen E-Book:

5 Schritte zu einer erfolgreichen Content Marketing Strategie

 

5 Schritte zu einer erfolgreichen Content Marketing Strategie

 

 

 

Kommunikationstrends 2016

Content Marketing und PR Trends 2016 – Welche Kommunikationstrends erwarten uns in diesem Jahr?

Kommunikationstrends 2016Was sind die Erwartungen und Prognosen für das Kommunikationsjahr 2016? Diese Frage stellt Nicolas Scheidweiler in seiner aktuellen #Blogparade #Kommunikationstrends 2016. Meine persönlichen Trends für die digitale Kommunikation 2016 sind #ContentMarketing, #ContentSeeding und #Automatisierung.

Content Marketing hält uns auch in diesem Jahr weiterhin fest im Griff. Eine Umfrage von Online-Marketing.de bestätigt Content Marketing als wichtigstes Marketing Thema für 2016, gefolgt von Influencer Marketing auf Platz 2.

Content Marketing wird erwachsen:

Von der Content Strategie bis zum Content Seeding

Content Marketing hat sich längst von einem Buzzword zu einer nachhaltigen Strategie für die Unternehmenskommunikation entwickelt. Doch während bei uns zu lande immer noch viele Unternehmen keine Content Marketing Strategie haben, warnte Joe Pulizzi vom amerikanischen Content Marketing Institut bereits 2014 vor dem Content Shock. So steht 2016 im Zeichen der Content Qualität und Content Optimierung, der Entwicklung von neuen Content Medien und Formate und schließlich der Content Distribution und dem Content Seeding der Inhalte über die verschiedenen Kanäle.

Eine erfolgreiche Content Marketing Strategie funktioniert nicht mehr ohne Automatisierung mit der Unterstützung von intelligenten Tools, denn in reiner Handarbeit ist das Management der Vielzahl von Kanälen kaum noch effizient zu bewältigen.

Aber, beginnen wir mit der Content Strategie. Die Content Strategie ist der Dreh- und Angelpunkt aller Marketing Aktivitäten.

1. Content Marketing wird zur Chefsache

Knapp die Hälfte der Unternehmen (48 %) verfügte 2015 bereits über eine Content Marketing Strategie, 46 % der Unternehmen sind noch in der Planung. Doch die Budgets für Content Marketing werden in den nächsten 5 Jahren um 82% steigen. Die größte Hürde bei der Entwicklung und Umsetzung einer Content Marketing Strategie liegt für die Unternehmen im Aufbau eigenen technischen und redaktionellen Know-hows (Quelle: The Digitale).

Denn, die Resultate überzeugen:

  • Content Marketing generiert 3 mal so viel Leads, wie traditionelles Outbound Marketing, kostet dafür aber nur 62% so viel (Quelle: ZenContent).
  • Die Website Conversion Rate ist bei Content Marketing Strategien 6 mal höher als bei traditionellen Marketing Kampagnen (Quelle: Openview).

Content Marketing ist keine Marketing Strategie. Das hat mittlerweile auch die PR erkannt. So nannte sich das Forum Corporate Publishing erst kürzlich in „Content Marketing Forum“ um und beanspruchte im gleichen Atemzug sogleich die Deutungshoheit für inhaltsgetriebene Kommunikation und entbrannte damit zugleich einen Kompetenzstreit zwischen renommierten Vertretern aus PR und Marketing, der über Wochen durch die Fachgazetten tobte. Doch statt zu streiten, „wer wohl am besten sänge“, sollten Marketing- und PR-Profis ihre Kompetenzen besser bündeln, denn eine erfolgreiche Content Marketing Strategie kann nur in einer konsequenten  Zusammenarbeit zwischen Marketing und PR gelingen.

2. Corporate Blogs sind keine Content Marketing Strategie

Der Blog wird für viele Unternehmen zum zentralen Content Marketing Instrument. Denn, Unternehmen, die bloggen generieren 97% mehr Links auf ihre Seite und 67% mehr Leads, als Unternehmen ohne Blog. Doch, die größte Herausforderung für Unternehmen ist die Interaktion auf dem Blog. 64% der Corporate Blogs erziele keine Kommentare. Maßgeblich für die Interaktion der Zielgruppen mit dem Content ist zum einen die Content Qualität und zum anderen die Frequenz, mit der Inhalte auf dem Corporate Blog geposted werden. Vor allem aber sind es die Kanäle, über die die Inhalte des Blogs kommuniziert werden, denn nur ein Bruchteil der potentiellen Leser finden den Weg direkt auf den Corporate Blog. Viel wichtiger ist es daher, die Blogbeiträge dorthin zu bringen, wo die potentiellen Leser bereits sind. Das gelingt nur mithilfe durchdachter Content Distribution und Seeding Strategien.

3. Content Distribution und Content Seeding

Bei der Content Distribution geht es  darum, Inhalte weitreichend auf den Digitalen Medien zu platzieren. Der Vorteil der Digitalen Medien ist, dass die Inhalte auf vielen Portalen und Plattformen eigenhändig veröffentlicht werden können (Owned Media), darunter Blogs, Presseportale, Fachportale, Content-Netzwerke, wie Dokumenten, Bilder und Video-Portale, Business-Netzwerke und die klassischen Sozialen Netzwerke. Unternehmen müssen also lernen, ihre Inhalte nicht mehr nur über die klassischen Medienmittler zu verbreiten, sondern die Veröffentlichung selbst in die Hand zu nehmen.

Content Seeding bedeutet übersetzt, das Aussähen von Inhalten und meint im Digitaljargon das gezielte Streuen von Inhalten im Internet. Im Gegensatz zur Distribution über die Owned Media sind damit jedoch eher die Earned Media (= verdiente Medien) gemeint, obwohl es in beiden Bereichen sicherlich viele Überschneidungen gibt. Prinzipiell ist Content Seeding keine neue Strategie, sondern sie verbindet altbekannte Public Relations Konzepte mit neuen Methoden des digitalen Networkings. Die beste Form des Content Seedings ist, sich mit einem Thema als Experte zu präsentieren. Dafür bieten sich Frageforen, Experten-Netzwerke, Fachdiskussionen in den Social Media, aber auch Blogparaden an. Wer sich dort mit Fachwissen, Tipps und Ratschlägen einbringt, erzielt Aufmerksamkeit und gewinnt Anerkennung. So lassen sich eigene Inhalte und Beiträge vernetzen.

Bei der Distributions und Seeding Strategie gilt es, Inhalte über die richtigen Kanäle im Internet zu verbreiten, damit sie von dort aus viral weiterwachsen können. Die Platzierung und Vernetzung der Inhalte auf vielen verschiedenen Kanälen ist aus vielerlei Hinsicht ein Gewinn: Aus PR-Sicht erhöht es die Wahrnehmung der eignen Themen in der Öffentlichkeit, aus Marketing-Sicht lassen sich die Zielgruppen darüber direkt erreichen und aus SEO-Sicht erhöht die Content Distribution die Anzahl der Backlinks auf die eigenen Seite und unterstützt so eine qualitative und quantitative Vernetzung.

4. Influencer Marketing

Eine Influencer Marketing Strategie geht Hand in Hand mit einer Seeding Strategie. Über die Zugkraft einflussreicher Meinungsmacher und Multiplikatoren lässt sich ein dichtes Netzwerk von Touchpoints im Internet aufzubauen, um potentielle Kunden zielgerichtet zu erreichen.

  • 92% der Konsumenten vertrauen den Empfehlungen anderer Menschen, selbst wenn sie diese nicht kennen.
  • 70% vertrauen Online-Bewertungen mehr als den Werbeaussagen von Unternehmen

Unternehmen haben schon immer auf die Zusammenarbeit mit wichtigen Multiplikatoren gesetzt, in erster Linie auf die Reichweite der traditionellen Medien. Doch die Welt der Meinungsmacher hat sich verändert. Die neuen Influencer sind vor allem Blogger und Social Media Akteure. Jeder elfte Deutsche gilt als „Influencer“. Wenn Influencer ihre Leidenschaft für ein Produkt oder eine Marke zum Ausdruck bringen, können sie damit großen Einfluss auf die Markenwahrnehmung und Reputation eines Unternehmens in ihrer Community nehmen. Die Community eines Influencers ist empfänglicher für die Marke, weil der Influencer eine hohe Anerkennung in der Community besitzt und die Follower Meinungen und Empfehlungen von Influencern vertrauen. Höchste Zeit für eine Influencer Marketing Strategie.

5. Social Media ist keine Disziplin, sondern eine Kompetenz

So beschreibt es Guido Augustin zu recht in seinem Beitrag: Social Media ist tot. Selbstverständlich ist Social Media nicht tot, aber das Gerede darum. Denn Social Media ist längst keine Kür mehr, sondern Grundvoraussetzung für die Kommunikation und genauso wichtig und selbstverständlich wie Orthografie und Grammatik.
92% der Unternehmen nutzen Social Media für die Distribution ihrer Inhalte. Doch Social Media ist nicht nur Facebook und Twitter. Die Social Media sind die Kanäle für die Inhalte der Content Marketing Strategie.  Jedes Netzwerk ist anders. Jedes Netzwerk beherbergt andere Zielgruppensegmente und bietet verschiedene Möglichkeiten der Kommunikation. Doch die Social Media Welt ist im stetigen Wandel. Jeden Tag kommen neue Netzwerke hinzu, andere verlieren an Nutzern und Interaktion. Vor allem visuelle Social Media Netzwerke wie YouTube, Instagram, Snapchat und Vine werden weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Die größte Herausforderung für Unternehmen wird sein, die richtigen Social Media Kanäle für ihre Zielgruppen zu identifizieren und mit den richtigen Inhalten zur richtigen Zeit zu bespielen, um den Zielgruppen-Dialog aufrecht zu erhalten.

6. Visuelles Content Marketing mit Bildern und Videos

Bereits 2015 stieg die Verwendung von Infografiken von 9 auf 52 Prozent an. 57% der Unternehmen nutzen Video für ihre Content Marketing Strategie. 74% der B2C Unternehmen und 63% der B2B Unternehmen halten Bilder und Videos für sehr effektive Marketinginstrumente. 2016 wird sich der Video Content voraussichtlich verdoppeln auf 1,5 Milliarden Videos. Bilder, Grafiken und Videos werden somit ein unabdingbarer Bestandteil der Marketing- und PR Kommunikation über die verschiedenen Social Media Kanäle.

7. Content Marketing Automatisierung

Die große Anzahl der Online-Medien und Social Media Portale bieten viele neue Möglichkeiten, Inhalte aller Art in verschiedenen Formaten sehr schnell und kostengünstig über die unterschiedlichen Kanäle zu verteilen. Die Vielzahl der neuen Medien und Kanäle für die Content Marketing Distribution lässt sich in Handarbeit kaum noch bewältigen. Die Auswahl der richtigen Tools ist ein wichtiges Kriterium, um die Prozesse effizienter zu gestalten. Bei der Automatisierung geht es nicht, die traditionelle Gießkannen-Kommunikation auf die Sozialen Netzwerke zu übertragen. Ganz im Gegenteil: Die Tools sollen manuelle Standardprozesse vereinfachen, um mehr Freiräume für die persönliche Kommunikation und Vernetzung zu schaffen.

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„Zahlreiche Unternehmen betreiben vorbildliche Online-Pressearbeit“

Jurymitglied Ursula Martens zur Kommunikationsarbeit von Unternehmen und Ihren persönlichen PR-Trends 2016 Ursula Martens ist als Inhaberin der Agentur Wortkind eine erfahrene PR-Expertin und Texterin. Bereits zweimal stand sie auf dem Siegertreppchen des von PR-Gateway ausgerichteten Wettbewerbs „Beste Pressemitteilung“. … weiterlesen

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Via:: Trendthemen

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung

#Kritikprofis lautet das Motto der Blogparade von Kerstin Hoffmann. Wie gehen Kommunikationsprofis konstruktiv mit Kritik, Kritikern, Querulanten, Pöblern um?

Bill Gates sagte dazu einmal „Your most unhappy customers are your gratest source of learning“, zu deutsch: Die Kunden, die am meisten meckern, sind die wertvollste Quelle, um etwas zu lernen. Als Softwareentwickler sehen wir das ganz genauso. Das Schlimmste, was bei der Entwicklung einer Software passieren kann, ist tatsächlich, dass sich niemand beschwert. Denn das bedeutet entweder, dass sich niemand für Deine Lösung interessiert oder aber das Deine Lösung zwar genutzt wird, aber ohne große Begeisterung und Engagement. Für uns waren und sind tatsächlich die Kunden, die sich am meisten beschweren, die wertvollsten Kunden. Nur so ist es uns möglich, mit unseren Kunden ins Gespräch zu kommen und unsere Lösungen nach den Anforderungen und Wünschen unserer Kunden weiterzuentwickeln.

Kunden, die sich intensiv mit einer Lösung auseinandersetzen, stoßen zwangsläufig auf Fehler oder fehlende Funktionen, denn keine Lösung ist perfekt. Kunden, die eine Software intensiv nutzen, kommen aber auch auf neue Ideen, entwickeln Vorstellungen und Wünsche für weitere Funktionen.

Kritik ist der Motor erfolgreicher Weiterentwicklung Klick um zu Tweeten

Diese Grundeinstellung macht es möglich, im Unternehmen grundsätzlich einfacher mit Kritik umzugehen und kritische Äußerungen besser zu handhaben.

Aber natürlich gibt es auch unter den Kritikern immer wieder mal Pöbler und penetrante Querulanten. Hier meine Tipps für den Umgang mit kritischen Äußerungen und Beschwerden.

1. Negative Energien umlenken

Kunden, die sich beschweren, sind meist negativ aufgeladen. Die wichtigste Aufgabe ist daher, die Schärfe aus dem Angriff zu nehmen, zurückzuweichen und dabei die negativen Energien umzulenken. Eine positive Entgegennahme der Kritik, mit Worten wie „Vielen Dank für Ihr Feedback“, „Danke, dass Sie uns kontaktieren“ nimmt dem Angreifer erst mal den Wind aus den Segeln und lenkt das Gespräch in eine positive Richtung.

2. Empathie zeigen

Kunden, die sich beschweren, wollen vor allem das Gefühl haben, erst genommen zu werden. Daher ist es wichtig, sich zunächst einmal in die Position des Kunden zu versetzen und  Verständnis zu zeigen. Mit Worten wie „Ich kann verstehen, dass Sie sich ärgern“, zeigt dem Kunden, dass seine Beschwerde und seine Verärgerung ernst genommen wird.

3. Abwehr führt zu Gegenwehr

Ein einfaches Zurückweisen der Kritik und eine Rechtfertigung führen zu nichts. Für den Kunden wirkt es wie der Aufbau einer Mauer. Der Kunde sieht sich gezwungen, noch härtere Geschütze aufzufahren, um die Mauer einzureißen. Die Angriffe werden also stärker. Umgekehrt erfährt der Verteidiger nichts vom Angreifer, weil er sich einmauert, anstatt sich zu öffnen.
Stattdessen ist besser:

4. Fragen stellen und zuhören

Viele Beschwerden stellen sich als harmloser raus, als sie vielleicht auf den ersten Blick erscheinen. Sie sind durch Missverständnisse verursacht oder weil der Kunde eine bestimmte Funktion nicht gefunden oder verstanden hat.

Bei Pöblern und Querulanten bleibt die Kritik häufig an der Oberfläche. Sie wollen einfach nur nörgeln oder pöbeln und haben eigentlich gar keinen sachlichen Grund dazu.

Die beste Möglichkeit, mit solchen Beschwerden oder Nörgeleien umzugehen, ist, Fragen zu stellen. So lassen sich Missverständnisse identifizieren und ausräumen. Der Kunden fühlt sich ernst genommen und ein offener Dialog kann wichtige Informationen über Kundenbedürfnisse liefern.

Nörgler wollen häufig auch nur einfach ernst genommen werden. Durch intensive Fragen entzieht man oberflächlicher Kritik die Grundlage und gibt dem Gespräch eine konstruktive Richtung.

5. Dran bleiben

Um kritische Kunden in begeisterte Kunden zu wandeln, sollte man sie über die Umsetzung ihrer Beschwerde auf dem Laufenden halten.  Dazu gehört, Kunden zu informieren, wenn Fehler beseitigt wurden oder ihre Wünsche und Anforderungen umgesetzt sind. außerdem ist es wichtig, sie in die Weiterentwicklung von vorgeschlagenen Funktionen mit einzubinden, z.B. als Beta Tester.

Und, einfach mal Danke zu sagen, wenn eine Beschwerde oder ein Vorschlag zu einer  positiven Lösung für alle Kunden geführt hat.

 

Kritik ist zwar unschön, tut weh und ist auch manchmal ungerecht, aber sie hat durchaus ihre positiven Seiten. Mit der richtigen Einstellung und der richtigen Kommunikation lässt sich der Umgang mit kritischen Äußerungen in positive Energien für die konstruktive Weiterentwicklung umlenken.

Die besten Tools für Content Marketing, PR und Social Media

Die wichtigsten Online-Tools für Content Marketiing, Texterstellung, Distribution und Seeding

Die wichtigsten Online-Tools für Content Marketing, Texterstellung, Distribution und Seeding

Die aktuelle Blogparade #Toolparade von Zielbar ist für mich ein willkommener Anlass, meine persönlichen Lieblings-Tools vorzustellen, die mich bei der täglichen Arbeit unterstützen.

Beginnen wir mit der Content Strategie: Die Content Strategie ist für uns der Dreh- und Angelpunkt aller unserer Marketing und PR-Aktivitäten. Grundlage für eine erfolgreiche Content Marketing Strategie sind die Inhalte, die wir dann jeweils über viele verschiedene Medienformate aufbereitet und über viele verschiedene Kanäle distribuieren. Ein Haufen Arbeit. Doch mit den richtigen Tools geht es schneller und einfacher. Hier meine persönlichen Tool Favoriten:

 

1. Tools für die Themenfindung, Trend- und Keyword-Analyse

Content Curation Tools können eine große Hilfe dabei sein, um aktuelle Trendthemen für eigene Content Idee zu finden und zu sammeln, aber auch, um interessante Inhalte über die eigenen Kanäle zu teilen.

  • Scoop.it – erleichtert mir das Finden, Sammeln und Kuratieren  von interessanten Inhalten nach bestimmten Themen und Keywords. Mit Sccopit lassen sich auch eigene Quellen, z.B. Blogs per RSS-Feed hinzufügen.
  • Feedly.com – ermöglicht mir das Sammeln und Verwalten von Inhalten aus RSS-Feeds. Mit Feedly sammel ich meine Lieblingsblogs.
  • Diigo.com – nutze ich Sammeln von interessanten Webinhalten nach Schlagworten: mein externes Favoritenverzeichnis, genauso wie
  • Evernote.com – nutze ich ebenfalls zum Clippen von interessanten Beiträgen und Inhalten aus dem Web und zum Scribbeln von Content Ideen und Projektaufgaben, bis hin zum Verwalten meiner Einkaufsliste ;-). Evernote betrachte ich für sehr nützlich, weil es von jedem Device aus erreichbar ist. Auch die Synchronisation funktioniert sehr gut.
  • Influma.com – ermöglicht mir die Suche nach aktuellen Beiträgen aus relevanten Blogs und Medien nach Keywords. Die Beiträge werden durch den Influma index nach Social Signals analysiert, um zu sehen, welche Reichweite die Beiträge in den verschiedenen Social Media Kanälen haben. Interessante Beiträge, Autoren und Websites speichere ich in Themenlisten (Fokuslisten), um Themenideen zu sammeln. In Themen- und Keywordlisten sowie Keyword-Alerts kann ich gespeicherte Suchanfragen verwalten und im News-Feed immer die aktuellen Beiträge zu meinen gespeicherten Suchbegriffen abrufen. Außerdem kann ich interessante Beiträge direkt über meine Social Media Kanäle teilen.

Influma Themensuche

Weitere Informationen: Influma.com

Die Umsetzung einer guten Content Strategie steht und fällt mit den richtigen Keywords, denn nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden. Für die Recherche der richtigen Keywords nutzen wir Google Trends und den Google Keyword Planer

Beispiel: Das „Whitepaper“ zum Beispiel ist ein beliebtes Content Marketing Instrument. Doch verstehen die Kunden das auch?

Beispiel: Leitfaden, Whitepaper und Ratgeber im Vergleich

Das Google Trend Analyse Ergebnis zeigt, dass der englischsprachige Begriff „Whitepaper“ im Vergleich zu den deutschsprachigen Synonymen „Leitfaden“ oder „Ratgeber“ weit abgeschlagen bei den Suchanfragen ist. Die Kurven für „Ratgeber“ und „Leitfaden“ kreuzen sich im zeitlichen Verlauf. So war der Begriff „Ratgeber“ vor einigen Jahren noch häufiger gesucht als der Begriff „Leitfaden“ Seit 2011 liegt der Begriff „Leitfaden“ deutlich vorne, was sich laut Google Prognose auch noch weiter verstärken wird. Der Ländervergleich ist besonders bei den im Marketing so beliebten und häufig verwendeten Anglizismen wichtig, um zu beurteilen, ob diese Begriffe im deutschsprachigen Bereich eine Relevanz für die Suchmaschinen haben, das heißt, ob die Zielgruppen diese Begriffe überhaupt kennen und verwenden.

Mit dem Google Keyword Planer lassen sich noch etwas genauere Informationen zu dem Suchvolumen bestimmter Keywords und ggf. alternative Suchbegriffe finden.

Ist das Keyword Portfolio einmal definiert, ist es leichter, genau diese Keywords gezielt für die Recherche nach Themen und Inhalten zu nutzen, einflussreiche Meinungsmacher und Multiplikatoren (Influencer) für diese Inhalte zu finden, eigene Content Ideen zu entwickeln und in die Content Strategie einzubinden.

Mehr zu Thema: Keywords im Content Marketing

Haben wir die Themen und Keywords identifiziert, geht es an die Erstellung der Medien. Dabei gehen wir immer von einem Zentral-Dokument aus (z.B. einem Whitepaper) und generieren daraus zahlreiche weitere Content-Ableger, z.B. Blogbeiträge, Online-Pressemitteilungen, Bilder und Grafiken, Präsentationen, Fachartikel usw.

Beispiel: Content Marketing Kampagne „Content PR Leitfaden“

Beispiel-Kampagne Leitfaden Content PR

Beispiel-Kampagne Leitfaden Content PR: Zentral-Dokument und Satelliten Content Module

2. Tools für die Textanalyse und Texterstellung

Für die Optimierung unserer Texte und Artikeln nutzen wir das Textanalyse Tool von PR-Gateway. Damit lassen sich unsere Artikel auf ihre SEO-Tauglichkeit, Keyworddichte und sprachliche Qualität überprüft werden. Neben der Überprüfung auf Füllwörter, Phrasen und Satzkonstruktionen, erarbeitet das Tool eine Lesbarkeitsbewertung. Das Endergebnis zeigt dann schließlich, wie gut lesbar die Text für die Online-Medien sind.

PR-Gateway Textanalyse

PR-Gateway Textanalyse zur Überprüfung von Textqualität, SEO-Tauglichkeit und Keywords

Weitere Informationen: PR-Gateway.de/textanalyse

Für die Sprach- und SEO-Analyse im Blog nutzen wir das WordPress Pluging Yeost. Mit Hilfe des SEO-Tools Yoast können überprüfen, wie gut der Blogbeitrag in Suchmaschinen wie Google und Co. gefunden wird. Dazu prüft Yoast die Überschrift, eine Metadescription (150 Zeichen) und den Aufbau des Artikels. Wenn die Yoast Ampel auf Grün springt, ist alles gut, ansonsten bessern wir nach.

Für den Abstimmungs- und Freigabeprozess von Texten und Dokumenten nutzen wir OneDrive und Slack.

3. Tools für Bilder, Grafiken und Videos

Kein Text geht bei uns ohne entsprechende Grafiken an die Öffentlichkeit, egal ob Whitepaper, Online-Pressemitteilung, Blogbeitrag oder Social Media Post. Da wir nicht immer einen professionellen Grafiker im Zugriff haben, helfen uns folgende Tools:

  • Canva.com – ermöglicht eine einfache Erstellung von Grafiken aus Stockbildern oder mit eigenen Grafiken und Bildern.
  • Easyly.com – bietet vorgefertigte Themes zur Auswahl, zu denen sich einfach weitere Elemente per Drag and Drop hinzufügen lassen.
  • Piktochart.com – bietet ebenfalls verschiedene Designelemente, die sich per Drag & Drop auf die erstellten „Canvas“ ziehen und in Form und Farbe anpassen lassen.
  • Infogr.am – ermöglicht die einfache und schnelle Gestaltung von Infografiken und Diagrammen. Mit Hilfe der Grafiken lassen sich Fakten und Zahlen professionell und anschaulich aufbereiten.

Nicht immer reichen Grafiken aus, manchmal muss es auch ein Bewegtbild in Form eines Videos oder einer Video-Präsentation sein. Für die Video-Erstellung und -bearbeitung nutzen wir:

  • Prezi.com – nutzen wir für die Erstellung von interaktiven Präsentationen und Video-Tutorials
  • Edudip.com ADENION Academy – nutzen wir für die Erstellung und Aufzeichnung von Webinaren und Video-Tutorials
  • Google Hangouts – nutzen wir für Webinare, Bildschirmpräsentationen, Video-Interviews und Tutorials. Die Videos zeichnen wir auf, um sie anschließend auf unserem Youtube Channel zu präsentieren.
  • Camtasia.com – mit Camtasia zeichnen wir ebenfalls unsere Webinare auf, erstellen und bearbeiten Videos und Bildschirmaufzeichnungen, um Tutorials zu erstellen.

 

4. Tools für die Content Distribution und das Content Seeding

Haben wir die verschiedenen Medien und Formate erstellt, müssen sie distribuiert werden, denn gute Inhalte nutzen nichts, wenn sie nicht gefunden werden. Die große Anzahl der Online-Medien und Social Media Portale bieten viele neue Möglichkeiten, Inhalte  aller Art in verschiedenen Formaten sehr schnell und kostengünstig über die unterschiedlichen Kanäle zu verteilen. Doch auch dafür braucht man die richtigen Tools:

  • Blog2Social.com – plant, terminiert und automatisiert das Posten von Blogbeiträgen auf Social Media Profilen, Business Seiten und Gruppen. Das Tool ermöglicht gleichzeitig eine Individualisierung der einzelnen Beiträge für die Optimierung und Anpassung der Postings an die Besonderheiten und Möglichkeiten der unterschiedlichen Netzwerke, z. B. mit individuellen Kommentaren, #Hastags, tags und @Handles.
Blog2Social Dashboard

Blog2Social Dashboard für die Optimierung und Anpassung individueller Kommentare für die unterschiedlichen Netzwerke

 

  • CM-Gateway.de – postet Beiträge, Links, Bilder und Dokumente parallel und individuell angepasst auf Social Media Kanälen Twitter, Facebook. Google+, Xing, Linkedin, Tumblr, Slideshare, Scribd, Issuu, Pinterest, Flickr und vielen mehr.
    CM-Gateway Distribution

    CM-Gateway Distribution von Links, Kommentaren, Bildern und Dokumenten

     

  • PR-Gateway.de – ermöglicht die schnelle und einfache Verbreitung von Pressemitteilungen, Fachartikeln, Dokumenten und Bildern über ein Netzwerk von News- und Presseportalen, Fach- und Themenportalen, Dokumenten- und Bildernetzwerken sowie Social Media Kanälen und Eventportalen.

    PR-Gateway Distribution

    PR-Gateway Online-Presseverteiler zur Distribution von Pressemitteilungen, Fachbeiträgen und Dokumenten an Themen und Fachportale, Presseportale und Social Media

 

Die verwendeten Grafiken und Illustrationen aus der Content Produktion des Leitfadens wurden jeweils separat verwertet, um diese als weitere Content Module über die entsprechenden Bildernetzwerke und Social Media Kanäle zu kommunizieren.

Über die Mediathek von PR-Gateway werden die Bilder aus den Pressemitteilungen und Blogbeiträgen extrahiert und stehen für eine separate Distribution inklusive einer kurzen Beschreibung auf vielen verschiedenen Social Networks und Bilder-Netzwerken zur Verfügung.

PR-Gateway Mediathek

PR-Gateway Mediathek zur Distribution von Bildern an Social Networks und Bilder-Portale

Für das Content Seeding nutzen wir unsere Social Media Kanäle auf:

  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
  • LinkedIn
  • Xing
  • Tumblr
  • Scribd
  • Slideshare
  • Whitepapercentral
  • Issuu
  • Pinterest
  • Flickr
  • Instagram
  • Diigo
  • Youtube

Für das Management der Social Media Kanäle, insbesondere Twitter nutzen wir außerdem Tweetdeck und Crowdfire.

Influma.com unterstützt uns dabei, die wichtigsten Online-Medien, Blogs und Influencer für unsere Themen zu finden, um unsere Inhalte in Form von Fachbeiträgen, Gastbeiträgen, Blogparaden, Kommentaren oder Backlinks zu platzieren.

Influma Influencersuche

Influma Influencersuche

Ähnlich wie für die Themenfindung lässt sich über die Blog- und Mediensuche per Keywords auch ermitteln, wer über bestimmte Themen schreibt, wer die wichtigsten Influencer für diese Themen sind. So ist es möglich, mit wichtigen Bloggern, Journalisten und Social Media Influencern Kontakt aufzunehmen, sich zu vernetzen oder in den aktuellen Dialog einzusteigen, Beiträge zu kommentieren und mit eigenen Beiträgen zu vernetzen (Content Seeding).

Mit Influma lassen sich die Websites und Artikel interessanter Influencer in Themenlisten speichern und so für die Vernetzung, die Kontaktaufnahme und den Dialog mit Influencern nutzen.

Das sind die wichtigsten Tools, die uns täglich durch den Content Marketing, PR und Social Media Alltag begleiten und unterstützen.

Lesetipp:

Weitere Informationen und Tipps zur Content Distribution und Seeding im kostenlosen Leitfaden Veröffentlichen im Internet.